Bild folgtKI-generierte IllustrationMelica altissima
Auch bekannt als: Hohes Perlgras
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
An seinen silbrig glänzenden, fast rundlichen Ährchen, die wie Perlen an den Halmen hängen, lässt sich das Hohe Perlgras (Melica altissima) sofort erkennen. Dieses Gras ist ein wunderbarer Strukturgeber für naturnahe Gärten und bringt Ruhe in lebhafte Pflanzungen. Es ist besonders wertvoll für Übergangszonen zwischen Gebüsch und Freifläche, da es sich dort sehr natürlich einfügt. Da es pflegeleicht ist, eignet es sich ideal für dich, wenn du die Artenvielfalt ohne großen Aufwand fördern möchtest. Mit diesem Gras schaffst du wertvollen Lebensraum für viele kleine Gartenbewohner, die Schutz in den dichten Halmen suchen. Probiere es einfach mal an einem halbschattigen Plätzchen aus!
Silbrig glänzender Strukturgeber: Das robuste Perlgras für deinen Gehölzrand.
In deinem Garten übernimmt dieses Gras eine wichtige Funktion als strukturbildendes Element. Da es im Juni blüht, bereichert es die Vielfalt in naturnahen Gartenbereichen zur Sommerzeit. Die dichten Halme bieten am Boden Schutz für kleine Lebewesen, die im Dickicht Deckung vor Fressfeinden finden. Wenn du die Halme über den Winter stehen lässt, können sie verschiedenen Insekten als frostgeschütztes Winterquartier dienen. Als heimische Wildpflanze ist das Hohe Perlgras perfekt an das regionale Klima angepasst und unterstützt die natürliche Dynamik an Waldrändern und in Säumen (Übergangsbereichen zwischen Wald und Offenland).
Das Hohe Perlgras wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Gräsern können die Blätter scharfe Ränder besitzen, die bei unvorsichtigem Greifen kleine Schnittwunden verursachen. Zudem gibt es Hinweise auf Inhaltsstoffe, die für Kinder ungeeignet sind. Es empfiehlt sich daher, das Gras nicht direkt neben Spielflächen zu pflanzen. Im Falle eines Unfalls ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
• Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, idealerweise am Gehölzrand.
• Boden: Achte auf einen durchlässigen, eher kalkhaltigen Untergrund; Staunässe solltest du unbedingt vermeiden.
• Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen zwischen März und Mai in die Erde.
• Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November ist eine Pflanzung möglich, solange der Boden offen ist.
• Pflanzabstand: Halte etwa 40 bis 50 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
• Pflege: Schneide die Halme erst im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb zurück, um Tieren Winterschutz zu bieten.
• Vermehrung: An zusagenden Standorten versamt sich das Gras moderat selbst.
• Gute Partnerin: Die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) – sie hat ähnliche Standortansprüche und ergänzt das Gras optisch perfekt.
Das Hohe Perlgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Es ist in Mittel- und Südosteuropa verbreitet und besiedelt dort natürliche Lebensräume wie lichte Laubwälder und Waldränder. Ein markantes Merkmal sind die einseitswendigen Rispen (Blütenstände, bei denen die Ästchen nur nach einer Seite zeigen). Es bevorzugt basenreiche (kalkhaltige) Böden und mäßig trockene Bedingungen. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet horstartige (büschelige) Strukturen, die im Gartenjahr für eine beständige vertikale Optik sorgen.
1 Video zu Hohes Perlgras
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →