Bild folgtKI-generierte IllustrationMelolontha hippocastani
Auch bekannt als: chroust maďalový
An dem rötlich-braunen Halsschild und dem schmalen, am Ende knotig verdickten Pygidium (Hinterleibsende) lässt sich der Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani) sofort erkennen. Du wirst ihn meist im April oder Mai entdecken, wenn er in der Dämmerung brummend durch deinen Garten fliegt. Dieser Käfer vollendet nur alle vier bis fünf Jahre eine Generation. Das Weibchen legt etwa 20 bis 30 Eier in lockeren, bevorzugt sandigen Boden ab. Im Frühling sucht er gezielt heimische Laubbäume wie die Stieleiche (Quercus robur) oder die Rotbuche (Fagus sylvatica) auf, um an den frischen Blättern zu fressen. Im Sommer und Herbst sind die erwachsenen Tiere kaum noch zu sehen, da sie nach der Fortpflanzung sterben. Die Larve, auch Engerling genannt, lebt mehrere Jahre unter der Erde und ernährt sich dort von Pflanzenwurzeln. Den Winter übersteht der Käfer in einer Kältestarre (Zustand herabgesetzter Lebensvorgänge) tief im Boden vergraben. Du kannst die Art fördern, indem du heimische Bäume wie den Bergahorn (Acer pseudoplatanus) pflanzt und auf chemische Bodenbehandlungen verzichtest. Er ist ein wertvoller Bestandteil des Ökosystems und dient vielen Vögeln als proteinreiche Futterquelle.
Der Waldmaikäfer ist völlig harmlos und ein faszinierender Gartenbesucher. Er besitzt keinen Stachel und kann weder beißen noch Krankheiten übertragen. Da er seltener als der Feldmaikäfer vorkommt, sollte man ihn und seine Larven im Garten einfach gewähren lassen.
Der Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani) gehört zur Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) in der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Er ist in Mittel- und Osteuropa verbreitet und bevorzugt waldnahe Standorte mit lockeren Böden. Mit 22 bis 26 Millimetern Körperlänge bleibt er etwas kleiner als der bekanntere Feldmaikäfer (Melolontha melontha). Sein markantestes Merkmal ist das schmale Pygidium (Hinterleibsende), das im Gegensatz zum spitz zulaufenden Ende des Feldmaikäfers knopfartig verdickt ist. Die Fühler enden in fächerartigen Lamellen (Blättchen), die der Wahrnehmung von Duftstoffen dienen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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