Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha dumetorum
Auch bekannt als: Mentha dumetorum
An ihren quirlartig angeordneten, bläulich-violetten Blüten und den behaarten, aromatisch duftenden Blättern lässt sich die Gebüsch-Minze (Mentha dumetorum) sofort erkennen. Diese seltene, heimische Minzart ist eine wertvolle Bereicherung für jeden Naturgarten, besonders wenn du feuchte Ecken oder einen Teichrand besitzt. Als indigene (ursprünglich hier heimische) Art unterstützt sie die lokale Insektenwelt in der Hochsommerzeit. In Deutschland steht sie bereits auf der Roten Liste, weshalb du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz leistest. Probier es in deinem Garten einfach mal an einer feuchten Stelle aus.
Seltene heimische Minze: Ein robuster Überlebenskünstler für feuchte Gartenstellen.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist die Gebüsch-Minze als heimische Art ein wichtiger Bestandteil der regionalen Biodiversität. Da sie in Deutschland auf der Roten Liste geführt wird, dient ihr Erhalt im Garten primär dem Schutz der genetischen Vielfalt unserer Flora. Während der Blütezeit im Hochsommer stellt sie eine verlässliche Nektarquelle für viele Schwebfliegen und Wildbienen dar, die auf feuchte Lebensräume spezialisiert sind. Da sie im Winter ihre Samenstände behält, bietet sie zudem Struktur für überwinternde Insekten. Mit der Pflanzung dieser seltenen Minze förderst du aktiv den Erhalt einer gefährdeten heimischen Pflanzenart.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jul – Okt
Wähle einen Standort, der dauerhaft feucht bis nass ist, idealerweise am Teichrand oder in einer feuchten Senke.
Die Pflanze bevorzugt nährstoffreiche Böden in sonniger bis halbschattiger Lage.
Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Achte darauf, dass der Boden nie ganz austrocknet, da Minzen über ihre Blätter viel Wasser verdunsten.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
Ein Rückschnitt nach der Blüte kann die Vitalität fördern, ist aber in naturnahen Gärten nicht zwingend nötig.
Lasse die verblühten Stängel über Winter stehen, um Unterschlupf für Kleinstlebewesen zu bieten.
Gute Partnerin: Das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich hervorragend an Uferzonen.
Die Gebüsch-Minze (Mentha dumetorum) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie ist eine natürliche Kreuzung, die in Österreich heimisch ist und in Deutschland als gefährdeter Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder ohne menschliches Zutun entstand) gilt. Ihr natürlicher Lebensraum sind feuchte Gebüsche und Ufersäume. Charakteristisch für diese Art sind der vierkantige Stängel und die gegenständigen (sich am Stängel direkt gegenübersitzenden) Blätter sowie der typische Minzduft.
1 Video zu Gebüsch-Minze

•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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