Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha requienii
Auch bekannt als: Korsische Minze, Zarte Minze
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Du erkennst die Korsische Minze (Mentha requienii) an ihrem extrem flachen, moosartigen Wuchs und den winzigen, intensiv duftenden Blättern. Als krautige Pflanze bildet sie dichte, grüne Teppiche, die den Boden wie eine schützende Haut bedecken und die Feuchtigkeit im Erdreich halten. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Bodenlebens in deinem Garten. Da sie als kindersicher gilt, eignet sie sich hervorragend für Bereiche, in denen Familie und Enkelkinder unterwegs sind. Ihr kompakter Wuchs unterdrückt zudem den Aufwuchs unerwünschter Beikräuter auf natürliche Weise. Probiere sie doch einmal als duftende Fugenfüllung zwischen deinen Trittsteinen aus.
Duftender Rasenersatz: Trittfeste Minz-Teppiche für schattige Gartenwege.
In deinem Garten fungiert die Korsische Minze als wertvoller Lebendmulch. Durch ihren dichten Wuchs schützt sie den Boden vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser) und verhindert eine Überhitzung der obersten Erdschicht. Dies fördert ein stabiles Mikroklima, das besonders den nützlichen Bodenorganismen zugutekommt. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäuberdaten vorliegen, bieten ihre winzigen Blüten im Hochsommer ein zusätzliches Nahrungsangebot für kleine Fluginsekten in Bodennähe. Da sie nicht verholzt, bleibt das Pflanzgewebe weich und bietet Unterschlupf für bodenbewohnende Lebewesen. Damit unterstützt sie die biologische Vielfalt in den feuchteren Ecken deines Grundstücks.
Die Korsische Minze (Mentha requienii) ist für Menschen und Haustiere ungiftig und wird explizit als kindersicher eingestuft. Es besteht keine Gefahr durch giftige Inhaltsstoffe, weshalb sie sich ideal für naturnahe Gärten mit Kindern eignet. Auch Verwechslungen mit giftigen Pflanzen sind aufgrund des charakteristischen Minzduftes und des flachen Wuchses nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten oder Schatten, da die Pflanze empfindlich auf pralle Mittagssonne reagiert.
Sorge für einen konstant feuchten Untergrund; der Boden sollte nie ganz austrocknen.
Pflanze die Minze im Frühjahr zwischen März und Mai, sobald die Erde frostfrei ist.
Alternativ ist eine Pflanzung im Herbst von September bis November möglich, solange der Boden noch warm ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern ein, damit die Einzelpflanzen schnell zu einem dichten Teppich zusammenwachsen.
Achte auf eine gute Drainage (Wasserdurchlässigkeit), um Staunässe (stehendes Wasser) zu vermeiden.
Vermehre die Pflanze im Frühjahr unkompliziert durch das Teilen der flachen Polster.
Schütze die Fläche bei Kahlfrost (Frost ohne schützende Schneedecke) mit etwas Reisig oder Vlies.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) — sie liebt ebenfalls feuchte Standorte und bildet einen schönen vertikalen Kontrast zum flachen Minz-Teppich.
Die Korsische Minze (Mentha requienii) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Ursprünglich in den Gebirgsregionen von Korsika und Sardinien beheimatet, besiedelt sie dort sickerfeuchte, halbschattige Standorte an Bachläufen. Es handelt sich um eine nicht verholzte, krautige Pflanze, die breitblättrige, fast kreisrunde Blättchen ausbildet. Trotz ihrer geringen Größe zeigt sie die typischen Merkmale der Minzgewächse, insbesondere die ätherischen Öle in den Blättern. In Mitteleuropa wird sie aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit geschätzt, benötigt aber Schutz vor extremer Trockenheit.
1 Video zu Korsische Minze
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →