Bild folgtKI-generierte IllustrationMercurialis ovata
Auch bekannt als: Mercurialis ovata
Typisch für das Eiblatt-Bingelkraut (Mercurialis ovata) sind seine gegenständigen, eiförmigen Blätter, die im Halbschatten einen dichten Teppich bilden können. Diese eher unauffällige Art ist ein echter Geheimtipp für Naturgärtner, die Wert auf seltene, heimische Wildpflanzen legen. In der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt sie nach aktuellen Beständen als gefährdet (Rote Liste 3), weshalb du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leistest. Wenn du eine Schwäche für die leisen Töne im Garten hast, wird dir dieser archaische Waldbewohner viel Freude bereiten.
Ein seltener Schatz für Schattenplätze: Schütze mit dieser Pflanze die Vielfalt.
Als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3) hat das Eiblatt-Bingelkraut einen hohen Stellenwert für den botanischen Artenschutz. Es ist ein fester Bestandteil heimischer Waldgesellschaften und fördert als Mykorrhiza-Pflanze (Symbiosepartner für Pilze) die Gesundheit des Bodenlebens. Da für diese spezielle Art keine detaillierten Daten zu Bestäubern vorliegen, liegt ihr Hauptnutzen im Garten in der Erhaltung eines seltenen Genpools und der Strukturgebung für schattige Bodenbereiche. Das Stehenlassen der Pflanzen über den Winter bietet zudem Schutzräume für kleinst Lebewesen im Bodenlaub.
Vorsicht geboten: Das Eiblatt-Bingelkraut gehört zu den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae) und ist in allen Pflanzenteilen giftig. Es ist daher als nicht kindersicher einzustufen. Bei Gartenarbeiten solltest du zur Sicherheit Handschuhe tragen, um Hautreizungen durch den Pflanzensaft zu vermeiden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, idealerweise unter lichten Gehölzen oder an einer Hecke.
Boden: Die Pflanze bevorzugt trockene bis mäßig feine Erde und ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf).
Pflanzzeit: Setze das Bingelkraut am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Die Art ist sehr pflegeleicht; ein zusätzliches Düngen ist in normalem Gartenboden nicht erforderlich.
Vermehrung: Sie breitet sich langsam über kurze Ausläufer aus und bildet so mit der Zeit beständige Bestände.
Besonderheit: Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, profitiert sie von einem ungestörten, belebten Boden.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Finger-Segge (Carex digitata) – beide Arten teilen sich in der Natur denselben Lebensraum im trockenen Halbschatten und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Blattformen.
Das Eiblatt-Bingelkraut gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als ausdauernde, krautige Pflanze besiedelt sie vorrangig trockene Waldränder und Gebüsche im Halbschatten. Ein markantes Merkmal ist der vierkantige Stängel, der im Gegensatz zu verwandten Arten oft unverzweigt bleibt. Die Pflanze wird als Archäophyt (eine Art, die bereits vor dem Jahr 1492 heimisch war) eingestuft und ist heute in vielen Regionen selten geworden.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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