Bild folgtKI-generierte IllustrationMesosa myops
An den markanten dunklen, hell umrandeten Augenflecken auf den graubraun marmorierten Fluegeldecken laesst sich Mesosa myops sofort erkennen. Dieser Bockkaefer (Cerambycidae) ist ein eher seltener und heimlicher Bewohner von Gaerten mit altem Baumbestand. Pro Lebenszyklus entwickelt sich lediglich eine Generation, wobei die Larvenzeit zwei bis drei Jahre beansprucht. Im Fruehling, meist ab Mai, erscheinen die erwachsenen Kaefer und halten sich bevorzugt auf der Rinde von heimischen Laubbaeumen wie der Eiche (Quercus) oder der Hainbuche (Carpinus betulus) auf. Eine klassische Nektarsuche an Blueten findet man bei dieser Art im Sommer kaum, da sie sich eher von austretenden Baumsaeften ernaehrt. Die Larven leben saproxylophag (sich von abgestorbenem Holzgewebe ernaehrend) und sind daher auf ungestoerte Totholzstrukturen angewiesen. Im Herbst verbleiben die Larven gut geschuetzt im Inneren ihrer Wirtspflanzen. Die Ueberwinterung erfolgt tief im Holz in einer Kaeltestarre (einem tiefen Ruhezustand bei niedrigen Temperaturen). Du kannst diese wertvolle Art aktiv foerdern, indem du dicke Aeste oder Baumstuempfe von Laubbaeumen in einer sonnigen Gartenecke belaesst. Auch das Anpflanzen von standortheimischen Baeumen wie dem Ahorn (Acer) bietet kuenftigen Generationen eine Lebensgrundlage. Wer Mesosa myops im Garten hat, darf sich gluecklich schaetzen, da sie ein Indikator fuer eine hohe oekologische Qualitaet ist.
Dieser Kaefer ist voellig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, da er weder sticht noch beisst. Aufgrund seiner Seltenheit steht er in vielen Regionen unter Naturschutz und sollte daher nicht eingefangen oder in seiner Entwicklung im Totholz gestoert werden.
Mesosa myops gehoert zur Familie der Bockkaefer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Kaefer (Coleoptera). In der Region Deutschland, Oesterreich und Schweiz ist die Art sehr lokal verbreitet und gilt vielerorts als Seltenheit. Der Kaefer erreicht eine Koerperlaenge von 7 bis 15 Millimetern und ist durch seine graugelbe Behaarung hervorragend auf rissiger Baumrinde getarnt. Er besiedelt vorzugsweise Altholzbestaende in warmen Lagen und unterscheidet sich von verwandten Arten durch die spezifische Anordnung seiner dunklen Halsschildflecken.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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