Bild folgtKI-generierte IllustrationMesosphaerum suaveolens
Auch bekannt als: Mesosphaerum suaveolens
Wer die Wohlriechende Kugelminze (Mesosphaerum suaveolens) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren markanten, vierkantigen Stängeln (quadratischer Querschnitt) und den behaarten, eiförmigen Blättern, die bei Berührung einen intensiven Duft verströmen, ist sie eine botanische Besonderheit. Da sie als nicht kindersicher eingestuft wird, solltest du sie mit Bedacht wählen, wenn kleine Entdecker in deinem Garten unterwegs sind. Als erfahrener Gärtner schätze ich an ihr besonders, dass sie auch an schwierigen, sonnigen Plätzen gut zurechtkommt. Du holst dir damit ein Stück authentische Natur in dein grünes Reich.
Aromatische Strukturpflanze und heimische Besonderheit für sonnige Gartenplätze.
Als Vertreter der Lippenblütler (Lamiaceae) stellt diese Pflanze eine wichtige Strukturkomponente für die lokale Insektenwelt dar. Die Blütenform ist speziell darauf ausgelegt, Besuchern eine Landeplattform zu bieten, wobei die dichte Behaarung der Pflanze vielen Kleinstlebewesen Schutz vor Austrocknung bietet. Da sie in Österreich heimisch ist, ist sie perfekt in das regionale Ökosystem eingegliedert und bietet eine natürliche Futterquelle. In den Wintermonaten dienen die stehengelassenen, hohlen Stängel oft als Überwinterungsquartier für kleine Gartenhelfer. Die Samenreife im Spätherbst liefert zudem Nahrung für Vögel, die in der kalten Jahreszeit nach Sämereien suchen. Durch den Verzicht auf Pestizide in deinem Garten förderst du dieses kleine Ökosystem rund um die Kugelminze aktiv.
Die Wohlriechende Kugelminze (Mesosphaerum suaveolens) ist als nicht kindersicher eingestuft. Die Pflanze enthält starke ätherische Öle, die bei empfindlichen Personen oder Kindern Hautreizungen oder bei Verzehr Unwohlsein auslösen können. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten, doch aufgrund der Wirkstoffe sollte sie außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wähle für die Pflanzung einen vollsonnigen Standort, da die Wärme für die Ausbildung der ätherischen Öle (flüchtige Duftstoffe) entscheidend ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai, sobald der Boden offen ist.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher mager sein, um Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) im Winter zu vermeiden.
Eine Aussaat im Haus ist ab Ende Februar möglich, die Jungpflanzen dürfen nach den letzten Frösten ins Freie.
Halte die Erde mäßig feucht, wobei die Pflanze kurze Trockenperioden aufgrund ihrer Behaarung gut übersteht.
Ein Rückschnitt der verblühten Triebe fördert die Verzweigung und sorgt für ein gepflegtes Erscheinungsbild.
Da sie in Österreich heimisch ist, kommt sie mit unseren sommerlichen Bedingungen bestens klar.
Vermehren lässt sie sich unkompliziert durch Samen, die im Herbst gesammelt werden können.
Gute Partnerin: Die Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend in einer naturnahen Pflanzengemeinschaft.
Auch das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) passt ökologisch gut dazu, da beide Arten ähnliche Lebensräume in der regionalen Flora besiedeln.
Die Wohlriechende Kugelminze (Mesosphaerum suaveolens) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet in unserer Region erstreckt sich auf Österreich, wo sie bevorzugt an warmen, offenen Standorten siedelt. Als einjähriges Kraut oder kurzlebiger Halbstrauch (Pflanze, die unten verholzt) zeichnet sie sich durch ihre dichte Behaarung und die charakteristischen bläulichen Blüten aus. Diese sitzen in kompakten Scheinquirlen (kranzförmige Blütenanordnung) in den Blattachseln und zeigen den typischen Aufbau der Lippenblütler mit einer ausgeprägten Unterlippe.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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