Bild folgtKI-generierte IllustrationMeta menardi (Latreille, 1804)
Die Große Höhlenspinne erkennen Sie an ihrem glänzenden, rötlich-braun bis schwärzlich gemusterten Körper und den deutlich dunkel geringelten Beinen, wobei die Weibchen bis zu 17 Millimeter groß werden. Dieses beeindruckende Tier webt ein Radnetz (ein kreisförmiges Fangnetz mit Speichen), das oft eine offene Mitte besitzt und für seine recht groben Maschen bekannt ist. Als Lebensraum bevorzugt die Spinne dunkle, feuchte Orte in Ihrem Garten, wie etwa Kellerschächte, hohle Baumstämme oder dichte Steinhaufen. Dort verbringt sie als geduldige Lauerjägerin die meiste Zeit und wartet auf Beute, die sich in diese schattigen Nischen verirrt. Für uns Gärtner ist sie äußerst nützlich, da sie effektiv die Population von Mücken, Fliegen und anderen Fluginsekten reguliert. Im Februar befinden sich die Tiere meist noch in einer Ruhephase an frostfreien Plätzen. Sie unterstützen diesen nützlichen Nachbarn am besten, indem Sie feuchte Verstecke wie Totholz (abgestorbenes Holz) unangetastet lassen. Bitte entfernen Sie die Netze in dunklen Winkeln nicht, damit die Spinne ihre wertvolle Arbeit als Insektenfänger fortsetzen kann. Ihre Anwesenheit deutet auf ein stabiles Mikroklima (kleinräumiges Klima) mit ausreichend Feuchtigkeit in Ihrem Garten hin.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und flüchtet bei Störung meist in dunkle Ritzen. Ein Biss ist extrem selten, tritt nur bei starker Bedrängnis auf und ist in seiner Wirkung harmlos, vergleichbar mit einem leichten Nadelstich. Es besteht kein Grund zur Beunruhigung.
Die Große Höhlenspinne (Meta menardi) ist eine heimische Art aus der Familie der Dickkieferspinnen (Tetragnathidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien und erstreckt sich über weite Teile Europas. Sie lebt troglophil (höhlenliebend) und ist auf Lebensräume mit hoher Luftfeuchtigkeit und gleichmäßigen Temperaturen spezialisiert. Mit einer Beinspannweite von bis zu fünf Zentimetern gehört sie zu den größten Vertretern ihrer Gattung in Mitteleuropa.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →