Bild folgtKI-generierte IllustrationMetellina merianae (Scopoli, 1763)
Die Kleine Höhlenspinne (Metellina merianae) erkennt man an ihrem dunklen Längsband auf dem hellbraunen bis grauen Vorderkörper und den charakteristischen Radnetzen (kreisrunde Fangnetze mit offener Nabe). Gerade jetzt im Februar verbirgt sich das Tier meist noch in der Winterruhe in frostfreien Spalten oder kühlen Winkeln Deines Gartens. Als Vertreterin der Streckspinnen webt sie ihre Netze bevorzugt an kühlen, feuchten Orten wie Kelleraufgängen, Schachteingängen oder unter dichten Hecken. In Deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als nützlicher Mücken- und Fliegenfänger. Du kannst dieses Tier unterstützen, indem Du Strukturen wie Trockenmauern, Steinhaufen oder ungestörte Nischen an Gebäuden auch über den Winter unangetastet lässt. Ihre Jagdstrategie basiert auf dem Netzbau, sobald die Temperaturen im Frühjahr wieder steigen. Da sie sich rein räuberisch von Gliedertieren (Tiere mit gegliederten Beinen und Außenskelett) ernährt, trägt sie zur natürlichen Regulation bei. Ein naturnaher Garten mit heimischen Gehölzen bietet ihr ideale Bedingungen für die spätere Netzbefestigung. Bitte schone ihre Rückzugsorte, damit sie im Frühjahr gesund in die neue Saison starten kann.
Diese Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos und zudem sehr scheu, weshalb sie bei Annäherung meist sofort in ein Versteck flüchtet. Ihre Kieferklauen (Chelizeren) sind zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Es besteht also keinerlei Grund zur Sorge.
Die Kleine Höhlenspinne gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und wird der Familie der Streckspinnen (Tetragnathidae) zugeordnet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien. Mit einer Körperlänge von etwa 7 bis 12 Millimetern besiedelt sie bevorzugt feucht-kühle Habitate (Lebensräume) und zeigt eine Vorliebe für halbdunkle Übergangszonen. Die Art ist meist dämmerungsaktiv und an ihre speziellen Standortbedingungen in Bodennähe bestens angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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