Bild folgtKI-generierte IllustrationMicranthes foliolosa
Auch bekannt als: Micranthes foliolosa
Auffaellig sind die winzigen, knospenartigen Gebilde am Bluetenstand des Blattbrut-Steinbrechs (Micranthes foliolosa), die wie kleine, fertige Pflanzen aussehen. Diese botanische Besonderheit ist ein echter Spezialist fuer kuehle Gelaende und in den Hochgebirgen Oesterreichs zu Hause. Im Naturgarten ist die Art wertvoll, da sie eine seltene ökologische Nische in feuchten Gesteinsritzen besetzt und so die Vielfalt alpiner Lebensraeume repraesentiert. Da sie sich ueber diese Brutknospen selbst vermehrt, kannst du ihre Ausbreitung im Steingarten wunderbar beobachten. Du machst alles richtig, wenn du dieser zierlichen Pflanze einen Platz bietest, an dem sie nicht von groesserem Bewuchs verdraengt wird.
Alpines Juwel aus Oesterreich: Einzigartige Vermehrung durch lebende Brutknospen.
In ihrer natuerlichen Heimat in Oesterreich besetzt die Art eine hochspezialisierte Nische. Obwohl fuer diese spezifische Pflanze keine detaillierten Bestaeuberdaten vorliegen, bereichert sie als Gebirgspflanze die strukturelle Vielfalt im Garten. Sie bietet Lebensraum in Bereichen, die fuer viele andere Pflanzen zu feucht oder zu kuehl sind. Durch ihre besondere Fortpflanzungsstrategie der Brutknospen ist sie ein wertvolles Anschauungsobjekt fuer die Anpassungsfaehigkeit der Natur. Ihr Erhalt im Garten unterstuetzt den Schutz seltener alpiner Florenelemente.
Die Datenbank stuft den Blattbrut-Steinbrech als nicht kindersicher ein. Du solltest daher darauf achten, dass keine Pflanzenteile von Kindern oder Haustieren verzehrt werden. Aufgrund seiner speziellen Wuchsform und des Standorts im Steingarten besteht kaum eine Verwechslungsgefahr mit bekannten giftigen Pflanzen der Wiesen oder Waelder.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jul – Aug
Standort: Wähle einen kühlen, absonnigen Platz im Garten, der vor der prallen Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Die Erde sollte kalkfrei, feinkiesig und stets feucht sein, wobei Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich) unbedingt zu vermeiden ist.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze von März bis Mai oder zwischen September und November in den Boden, sofern dieser frostfrei ist.
Pflege: Achte besonders im Sommer auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit, da alpine Pflanzen empfindlich auf Austrocknung reagieren.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich meist von selbst über herabfallende Brutknospen, die am Boden anwurzeln.
Kombination: Gute Partnerin: Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – beide Arten teilen die Vorliebe für kühle, offene Standorte und ergänzen sich optisch in alpinen Pflanzungen.
Der Blattbrut-Steinbrech (Micranthes foliolosa) gehoert zur Familie der Steinbrechgewaechse (Saxifragaceae) und ist in den alpinen Regionen Oesterreichs heimisch. Er besiedelt dort vorzugsweise feuchte Felsspalten und Schneetaelchen auf kalkarmem Grund. Charakteristisch ist die Ausbildung von Brutknospen anstelle der unteren Blueten, was als Viviparie (lebendgebärend) bezeichnet wird. Die Pflanze waechst ausdauernd und bildet kleine Blattrosetten, die den extremen Bedingungen des Hochgebirges trotzen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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