Bild folgtKI-generierte IllustrationMicrasterias denticulata
Auch bekannt als: Micrasterias denticulata
Wer die Zieralge (Micrasterias denticulata) einmal unter dem Mikroskop gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie ähnelt einer fast perfekt symmetrischen, tief eingeschnittenen grünen Schneeflocke. In deinem Naturgarten ist sie ein wertvoller Bioindikator (Anzeiger für die Güte der Umwelt), da sie nur in sehr sauberem, nährstoffarmem Wasser gedeiht. Obwohl sie winzig ist, bildet sie die Lebensgrundlage für Kleinstlebewesen wie Wasserflöhe (Daphnia), die wiederum eine wichtige Nahrungsquelle für deine Teichbewohner darstellen. Wenn du ein Faible für die verborgenen Wunder im Gartenteich hast, ist diese Alge ein echtes Highlight. Mit der richtigen Pflege sorgst du dafür, dass dieses kleine Juwel der Alpenregion auch bei dir ein Zuhause findet.
Die grüne Schneeflocke im Teich: Ein Indikator für höchste Wasserqualität.
Auch wenn für diese Art keine direkten Bestäuberdaten vorliegen, spielt sie als Primärproduzent eine Schlüsselrolle in der Nahrungskette deines Gartenteichs. Sie wandelt Sonnenlicht in Biomasse um und dient als Grundnahrung für mikroskopische Krebstiere und Rädertierchen (Rotatoria). Ein gesundes Vorkommen dieser Alge stabilisiert die biologische Selbstreinigung des Wassers. Davon profitieren indirekt auch größere Tiere wie Libellenlarven, die sich von den Kleinstlebewesen ernähren. In naturnahen Gärten der Alpenregion ist sie ein wichtiger Teil der ursprünglichen Moor-Biodiversität. Ihr Vorhandensein zeigt dir an, dass dein Wassermanagement ökologisch im Gleichgewicht ist.
Nach den vorliegenden Daten ist die Zieralge als nicht kindersicher eingestuft. Dies begründet sich vor allem durch ihren Lebensraum in offenen Wasserstellen oder tiefgründigen Moorbereichen, die für Kleinkinder eine Gefahr darstellen können. Die Alge selbst ist nach biologischem Ermessen nicht giftig, dennoch sollte der Zugang zu den entsprechenden Gartenteichen immer gesichert sein.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wähle für die Ansiedlung einen sonnigen bis halbschattigen Standort in einer flachen Wasserzone oder einem Moorbeet.
Das Wasser muss unbedingt kalkarm sein; verwende daher ausschließlich weiches Regenwasser.
Ein niedriger Nährstoffgehalt ist entscheidend, da herkömmlicher Dünger das Überhandnehmen anderer Algenarten fördern würde.
Die beste Zeit für das Einbringen in den Teich liegt zwischen März und Mai, sobald das Wasser frostfrei ist.
Achte darauf, dass der Untergrund aus einer dünnen Schicht aus ungedüngtem Substrat oder Schlamm besteht.
Da die Alge auf chemische Veränderungen empfindlich reagiert, verzichte im gesamten Gartenumfeld auf Pflanzenschutzmittel.
Eine Vermehrung findet bei stabilen Bedingungen ganz von selbst durch Zellteilung statt.
Im Winter benötigt sie eine frostfreie Zone im Bodenschlamm, um als Dauerstadium zu überleben.
Gute Partnerin: Das Schmalblättrige Torfmoos (Sphagnum angustifolium) ist eine ideale Begleitung.
Das Torfmoos säuert das Wasser natürlich an und schafft genau das Milieu, das die Zieralge zum Gedeihen braucht.
Gemeinsam bilden sie ein stabiles Kleinst-Ökosystem in deiner Wasserstelle.
Die Zieralge gehört zur Klasse der Jochalgen (Conjugatophyceae) und ist vor allem in Österreich in sauberen Moorgewässern heimisch. Ihr Körper besteht aus einer einzigen Zelle, die durch eine tiefe Einbuchtung in zwei spiegelbildliche Halbzellen (Semicellen) unterteilt ist. Typisch für diesen Organismus ist die flache, scheibenförmige Gestalt mit den charakteristischen Ausbuchtungen am Rand. Sie bevorzugt saure, oligo- bis mesotrophe (nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche) Standorte in stehenden Gewässern oder nassen Moospolstern.
•NaturkompassDB
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →