Bild folgtKI-generierte IllustrationMicrasterias thomasiana
Auch bekannt als: Micrasterias thomasiana
Wer Micrasterias thomasiana einmal unter dem Mikroskop gesehen hat, vergisst sie nicht: Die winzige Alge besticht durch ihre flachen, symmetrisch geteilten Zellen, die wie kunstvolle, gruene Schneeflocken wirken. Als mikroskopisch kleine Zieralge (Schmuckalge) ist sie ein wertvoller Bioindikator (Anzeiger fuer Umweltguete) fuer extrem naehrstoffarme, saubere Gewaesser. In deinem Garten signalisiert sie, dass dein Moorbeet oder Naturteich oekologisch im Gleichgewicht ist. Da sie Sauerstoff produziert, unterstuetzt sie indirekt das Leben von Kleinstlebewesen wie Wasserfloehen (Daphnia). Ein faszinierender Bewohner fuer alle, die die verborgene Welt im Wassertropfen schaetzen. Achte darauf, dass ihr spezieller Lebensraum ungestoert bleibt.
Mikroskopisches Naturwunder: Die gruene Schneeflocke fuer saubere Moorbiotope.
Als Primaerproduzent (Organismus, der organische Biomasse aufbaut) bildet sie die Basis der Nahrungskette in spezialisierten Kleingewaessern. Sie dient als Nahrung fuer verschiedene Kleinstlebewesen wie Wasserfloehe (Daphnia) und Huepferlinge (Cyclops), die wiederum eine wichtige Futterquelle fuer Libellenlarven darstellen. Durch ihre Fotosynthese (Lichtenergienutzung zur Sauerstoffgewinnung) reichert sie das Wasser mit lebensnotwendigem Sauerstoff an. Da sie nur in sehr sauberem Wasser vorkommt, ist ihre Anwesenheit ein Zeichen fuer ein schadstofffreies Gartenbiotop. Sie traegt somit wesentlich zur biologischen Vielfalt in feuchten Gartenbereichen bei.
Nach aktuellen Daten gilt Micrasterias thomasiana als nicht kindersicher. Auch wenn die Alge selbst keine bekannten Giftstoffe produziert, stellen die fuer sie notwendigen Lebensraeume wie Moorbecken oder Teiche eine potenzielle Gefahr fuer Kleinkinder dar. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen hoeheren Pflanzen, da sie nur unter dem Mikroskop sicher erkennbar ist.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort: Die Alge benoetigt einen vollsonnigen bis lichtschattigen Platz in einem speziellen Moorbeet oder einer Wasserwanne.
Wasser: Nutze zwingend kalkfreies Regenwasser, da sie sehr empfindlich auf hohe pH-Werte und Kalk reagiert.
Boden: Verwende ausschliesslich ungeduengten Torfersatz oder ein spezielles Moorgemisch ohne mineralische Zusaetze.
Pflege: Vermeide jeglichen Duengereintrag, da Naehrstoffe das Wachstum von Fadenalgen foerdern, die diese Art schnell verdraengen.
Pflanzzeit: Da es sich um Mikroorganismen handelt, erfolgt die Ansiedlung meist passiv durch das Einbringen von heimischen Moorpflanzen zwischen Maerz und Mai.
Vermehrung: Die Vermehrung geschieht durch Zellteilung, sobald die Lichtintensitaet im Fruehjahr zunimmt.
Winterpflege: Sorge dafuer, dass das Gewaesser nicht bis zum Grund durchfriert, damit die Zellen im Bodenschlamm ueberdauern koennen.
Kombination: Gute Partner sind das Torfmoos (Sphagnum) und der Rundblaettrige Sonnentau (Drosera rotundifolia), da beide die gleichen sauren und mageren Bedingungen brauchen.
Diese Art gehoert zur Gruppe der Zieralgen (Desmidiaceae) und ist vor allem in oesterreichischen Moorgewaessern heimisch. Der Zellkoerper besteht aus zwei spiegelgleichen Halbzellen, die durch eine schmale Bruecke, den Isthmus (Zellverjuengung), verbunden sind. Sie bevorzugt oligotrophe (naehrstoffarme) und saure Lebensraeume mit viel Sonnenlicht. Trotz ihrer geringen Groesse ist sie morphologisch (gestaltlich) hochkomplex aufgebaut und zaehlt zu den Einzellern. In der freien Natur findet man sie oft zwischen Torfmoosen in Hochmooren.
•NaturkompassDB
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