Bild folgtKI-generierte IllustrationMicrocarbo pygmaeus
heimisch Deutschland
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Die Zwergscharbe (Microcarbo pygmaeus) ist ein kleiner, dunkler Wasservogel mit auffallend langem Schwanz und kurzem Schnabel, der deutlich zierlicher als der bekanntere Kormoran wirkt. Du erkennst sie oft an ihrer typischen Haltung, wenn sie mit ausgebreiteten Flügeln auf Ästen am Wasser sitzt, um ihr Gefieder zu trocknen. In deinem Garten wirst du sie nur antreffen, wenn du einen größeren Fischteich oder ein naturnahes Ufer besitzt. Als spezialisierter Beutegreifer (Tier, das andere Lebewesen jagt) ernährt sie sich von kleinen Fischen und anderen Wassertieren, die sie tauchend erbeutet. Dieser Vogel ist ein Koloniebrüter (nistet in Gruppen), der seine Nester meist in dichten Gebüschen oder Bäumen in Wassernähe errichtet. Bei uns gilt die Art als Kurzstreckenzieher (wandert nur über geringe Distanzen), wobei viele Tiere bei milden Wintern bereits im Februar in ihre Brutgebiete zurückkehren. Um diesen seltenen Gast zu unterstützen, solltest du Uferzonen weitgehend ungestört lassen und auf chemische Zusätze im Wasser verzichten. Ein strukturreiches Gewässer mit flachen Zonen bietet ihr ideale Jagdbedingungen. Achte darauf, dass herabhängende Äste über dem Wasser als Ansitzwarte (Ruheplatz mit gutem Überblick) erhalten bleiben. Halte bei einer Beobachtung stets ausreichend Abstand.
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Die Zwergscharbe ist nach dem Naturschutzrecht streng geschützt; ihre Nester und Lebensstätten dürfen nicht zerstört oder beeinträchtigt werden. Aufgrund ihrer Seltenheit ist besondere Rücksichtnahme an Gewässern geboten. Eine Verwechslung mit dem größeren Kormoran ist möglich.
Körper
Flügelspannweite
20.1 cm
Gewicht
675.97 g
Die Zwergscharbe gehört zur Familie der Kormorane (Phalacrocoracidae) innerhalb der Ordnung der Suliformes (Ruderfüßer). Ursprünglich in Südosteuropa beheimatet, dehnt sie ihr Verbreitungsgebiet zunehmend nach Mitteleuropa aus und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sie bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer mit dichter Vegetation. Von der deutlich größeren Art des Kormorans unterscheidet sie sich durch den kürzeren, dickeren Schnabel und die geringere Körpergröße.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF — Occurrence data via GBIF Backbone Taxonomy
•Europäische Umweltagentur / EEA (2021) — Article 12 Birds Directive Reporting 2013–2018: Bird Check List (season=B, presence=PRE, non_native=N). European Environment Agency, Kopenhagen. https://www.eea.europa.eu/data-and-maps/data/article-12-database-birds-directive-2 (CC BY 4.0)
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