Bild folgtKI-generierte IllustrationMicrotus agrestis (Linnaeus, 1761)
Auch bekannt als: campagnol agreste, M. agrestis
Die Erdmaus (Microtus agrestis) erkennst Du an ihrem gedrungenen Körper mit dem dichten, graubraunen Fell und einem auffallend kurzen Schwanz, während sie meist verborgen in Gängen dicht über dem Boden huscht. Ihre Ohren sind kleiner als bei anderen Mäusearten und fast vollständig im Pelz versteckt. In Deinem Garten bevorzugt sie Bereiche mit langem Gras oder ungestörte Wiesenränder. Als reiner Pflanzenfresser nutzt sie vor allem grüne Pflanzenteile, Halme und im Winter auch unterirdische Pflanzenteile oder Rinde zur Ernährung. Das Tier hält keinen Winterschlaf und keine Winterruhe (Zustand mit abgesenkter Körpertemperatur), weshalb es auch im Februar unter der Schneedecke oder im dichten Bewuchs aktiv bleibt. Die Erdmaus ist primär dämmerungsaktiv (während der Übergangszeit zwischen Tag und Nacht aktiv) und meidet die pralle Sonne. Du kannst sie unterstützen, indem Du wilde Ecken mit hohem Gras stehen lässt, die ihr als Deckung dienen. Ein Verzicht auf chemische Bekämpfungsmittel schont zudem ihre Fressfeinde wie Eulen oder Turmfalken. Ein naturnah gestalteter Garten bietet ihr genau den Lebensraum, den sie als heimisches Säugetier benötigt.
Die Erdmaus ist ein Wildtier und kann bei Bedrängnis zubeißen, weshalb Du sie nicht mit bloßen Händen einfangen solltest. Es sind keine speziellen Schutzstatus für den Gartenbereich bekannt, doch aus Gründen des Artenschutzes ist ein schonender Umgang mit diesem nützlichen Kettenglied der Natur ratsam.
Die Erdmaus gehört zur Familie der Wühlmäuse (Cricetidae) und ist ein weit verbreitetes, heimisches Säugetier in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 10 bis 13 Zentimetern bewohnt sie bevorzugt feuchte Wiesen, Waldränder und Moore. Ihre Lebensweise ist durch den Bau von oberirdischen Laufgängen in der dichten Vegetation geprägt. Als wesentlicher Bestandteil der Nahrungskette ist sie eine wichtige Ressource für viele heimische Beutegreifer.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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