Bild folgtKI-generierte IllustrationMicrotus oeconomus (Pallas, 1776)
Auch bekannt als: Campagnol Nordique, Sumpfmaus
Die Nordische Wühlmaus (Microtus oeconomus) ist ein kompakt gebautes Nagetier mit einer Körperlänge von etwa zehn bis sechzehn Zentimetern, einem stumpfen Kopf und kurzen Ohren, die fast völlig im dichten Fell verschwinden. In deinem Garten wirst du diesen heimischen Bewohner vor allem dann antreffen, wenn feuchte Bereiche wie Gräben oder Teichränder vorhanden sind. Ihr Fell zeigt eine dunkelbraune Färbung, die auf dem Rücken meist dunkler ausfällt als an den Flanken. Als herbivor (pflanzenfressend) lebendes Tier nutzt sie ein breites Spektrum an Pflanzenteilen, wobei sie sowohl grüne Triebe als auch unterirdische Wurzeln und Knollen verzehrt. Dieses Säugetier hält keinen Winterschlaf (lang anhaltender Ruhezustand mit abgesenkter Körpertemperatur), sondern bleibt das gesamte Jahr über aktiv und legt Gänge im Boden oder unter der Schneedecke an. Du kannst ihr helfen, indem du Uferzonen naturnah gestaltest und auf eine Entwässerung deines Grundstücks verzichtest. Ein strukturreicher Garten mit hohen Gräsern bietet ihr wichtigen Schutz vor Fressfeinden. Da sie sehr empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraums reagiert, ist der Erhalt von Feuchtstellen der beste Schutz. Das Belassen von Totholzhaufen in Gewässernähe schafft wertvolle Rückzugsorte für diese Tiere. Durch das Liegenlassen von organischem Material ermöglichst du ihr zudem eine geschützte Fortbewegung am Boden.
Die Nordische Wühlmaus verhält sich Menschen gegenüber scheu und zieht sich bei Gefahr sofort in ihre Gänge zurück. Da Wildtiere zur Verteidigung zubeißen können, solltest du das Tier nicht mit bloßen Händen anfassen.
Die Nordische Wühlmaus wird taxonomisch in die Familie der Wühlmäuse (Cricetidae) und die Gattung Microtus (Feldmäuse) eingeordnet. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Teile von Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo sie als heimische Art gilt. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 16 Zentimetern ist sie ein kräftiger Vertreter ihrer Gattung. Sie führt eine semiaquatische (teilweise im Wasser stattfindende) Lebensweise und ist hervorragend an feuchte Lebensräume angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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