Bild folgtKI-generierte IllustrationMicrotus oeconomus mehelyi
Die Nordische Wühlmaus (Microtus oeconomus mehelyi) ist ein kräftig gebautes Kleinsäugetier mit dichtem, dunklem Fell, kleinen, im Pelz verborgenen Ohren und einem auffallend kurzen Schwanz. In Deinem Garten wirst Du diesen seltenen Gast nur antreffen, wenn Du über sehr feuchte, naturnahe Bereiche oder einen direkten Zugang zu Sumpfgebieten verfügst. Als reiner Pflanzenfresser ernährt sich dieses Tier von grünen Pflanzenteilen, Wurzeln und unterirdischen Ausläufern, die es in seinem feuchten Lebensraum findet. Im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren hält diese Art keinen Winterschlaf (langzeitiger Ruhezustand), sondern bleibt auch im Februar unter der Erdoberfläche oder der Schneedecke aktiv. Da sie hervorragend schwimmen kann, besiedelt sie bevorzugt dichte Ufervegetation direkt am Wasser. Du kannst den Erhalt dieser spezialisierten Art fördern, indem Du feuchte Senken in Deinem Garten nicht trockenlegst und auf eine naturnahe Ufergestaltung an Teichen achtest. Ein vorsichtiger Umgang mit dem Spaten in Gewässernähe schützt ihre Gangsysteme vor der Zerstörung. Die Tiere sind vorwiegend dämmerungsaktiv (vor allem in der Übergangszeit zwischen Tag und Nacht tätig), entziehen sich aber meist geschickt den menschlichen Blicken.
Die Nordische Wühlmaus ist streng geschützt und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Eine Umsiedlung oder Bekämpfung ist gesetzlich verboten. Sie ist für den Menschen völlig harmlos, sollte jedoch aufgrund ihrer Seltenheit in ihrem empfindlichen Lebensraum absolut ungestört bleiben.
Diese Unterart gehört zur Familie der Cricetidae (Wühlmäuse) und gilt als glaziales Relikt (Überbleibsel aus der letzten Eiszeit). Ihre Verbreitung beschränkt sich auf spezielle Feuchtgebiete im pannonischen Raum, insbesondere im Osten Österreichs. Sie erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 10 bis 16 Zentimetern. Als hochspezialisierter Bewohner von Verlandungszonen (Übergangsbereiche vom Wasser zum Land) lebt sie in selbst gegrabenen Erdbauten in wassergesättigten Böden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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