Bild folgtKI-generierte IllustrationMilvus migrans
Auch bekannt als: Milan, Schmarotzermilan, Schwarzer Milan
Der Schwarzmilan (Milvus migrans) ist an seinem dunkelbraunen Gefieder, dem leicht gegabelten Schwanz und seinem klagenden, fast wiehernden Ruf gut zu erkennen. In Deinem Garten wirst Du ihn meist hoch am Himmel kreisen sehen, da er als Greifvogel (Vogel, der andere Tiere erbeutet) weite Flächen nach Nahrung absucht. Er ernährt sich äußerst vielseitig von Fischen, kleinen Säugetieren, Insekten und auch von Aas (toten Tieren), was ihn zu einem wichtigen Gesundheitspolizisten im Naturhaushalt macht. Seine Nester errichtet dieser Langstreckenzieher (Vogel, der über weite Distanzen in den Süden zieht) bevorzugt in den Kronen hoher Bäume. Er kehrt oft schon im Februar oder März aus seinen Winterquartieren südlich der Sahara zu uns zurück. Da er ein opportunistischer Jäger ist, profitiert er von einer naturnahen Umgebung mit hoher Artenvielfalt. Du kannst dem Schwarzmilan helfen, indem Du alte, hohe Bäume auf Deinem Grundstück stehen lässt, die ihm als Aussichtspunkt oder Nistplatz dienen. Eine giftfreie Gartenbewirtschaftung sorgt zudem dafür, dass er reichlich Beutetiere wie Feldmäuse oder große Käfer findet. Da er ein Freibrüter (Vogel, der offene Nester im Geäst baut) ist, benötigt er Ruhe in den Baumwipfeln während der Brutzeit. Er ist ein faszinierender Beobachtungsgast, der durch seine Flugakrobatik besticht.
Der Schwarzmilan ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, weshalb seine Nester und Lebensstätten nicht zerstört werden dürfen. Während der Brutzeit reagiert er empfindlich auf Störungen im unmittelbaren Nestbereich. Eine Verwechslung mit dem Rotmilan ist möglich, achte daher auf die Färbung und die Form des Schwanzes.
Der Schwarzmilan (Milvus migrans) gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae) innerhalb der Ordnung der Greifvögel. Er ist ein weit verbreiteter Paläarkt (Tier, das in der nördlichen alten Welt lebt) und besiedelt bevorzugt Landschaften in der Nähe von Gewässern. Von seinem nahen Verwandten, dem Rotmilan, unterscheidet er sich durch das dunklere Gefieder und den deutlich weniger tief gegabelten Stoß (Schwanzfedern). In Europa gilt er als einer der anpassungsfähigsten Greifvögel.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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