Bild folgtKI-generierte IllustrationMilvus milvus
Auch bekannt als: Gabelweihe, Königsweihe, Roter Milan
Der Rotmilan (Milvus milvus) ist an seinem tief gegabelten Schwanz, dem rostbraunen Gefieder und den markanten hellen Flecken unter den Flügeln bereits aus der Ferne sicher zu erkennen. In deinem Garten wirst du diesen großen Greifvogel (Fleischfresser) meist kreisend am Himmel beobachten, während er mit seinen hervorragenden Augen nach Nahrung sucht. Als Kurzstreckenzieher (Vogel, der nur kurze Distanzen zum Überwintern wandert) kehrt er oft schon im Februar in unsere Regionen zurück. Er ernährt sich vielseitig von kleinen Säugetieren, Vögeln und Insekten, nimmt aber auch gerne Aas (tote Tiere) auf. Seine Nester errichtet er bevorzugt hoch oben in den Kronen alter Laubbäume. Du kannst diesen majestätischen Flieger unterstützen, indem du auf chemische Bekämpfungsmittel wie Rodentizide (Giftstoffe gegen Nagetiere) verzichtest, da diese über die Nahrungskette tödlich für ihn sein können. Hohe Bäume in Waldnähe oder am Ortsrand sollten als potenzielle Ruheplätze erhalten bleiben. Sein Ruf ist ein hohes, pfeifendes Wiehern, das oft über weite Strecken zu hören ist. Er gilt als Gesundheitspolizist, da er durch das Fressen von Kadavern die Ausbreitung von Krankheiten verhindert.
Der Rotmilan ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Es ist verboten, seine Horste (große Nester von Greifvögeln) zu zerstören oder die Vögel während der Brutzeit zu stören. Verwechslungen sind am ehesten mit dem Schwarzmilan möglich, dessen Schwanz jedoch weniger tief gegabelt erscheint.
Der Rotmilan gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae) und ist ein charakteristischer Greifvogel Mitteleuropas. Deutschland beherbergt über die Hälfte des weltweiten Bestandes, weshalb uns eine besondere Verantwortung für seinen Erhalt zukommt. Er unterscheidet sich vom Schwarzmilan (Milvus migrans) durch den tiefer gegabelten Schwanz und die deutlich hellere, rötliche Färbung. Als Gleitflieger nutzt er geschickt die Thermik (aufsteigende Warmluftströme) zur energiesparenden Nahrungssuche.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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