Bild folgtKI-generierte IllustrationMimosa pudica
Auch bekannt als: Sinnpflanze, Schamhafte Sinnpflanze, Mimose
An ihren feinen, doppelt gefiederten Blättern und den kugeligen, zartrosa Blütenköpfen lässt sich die Schamhafte Sinnpflanze (Mimosa pudica) sofort erkennen. Besonders faszinierend ist ihre Reaktion auf Berührung, bei der sie ihre Blättchen schlagartig einklappt – ein Schutzmechanismus, der in der Natur seinesgleichen sucht. In naturnahen Gärten dient sie als botanische Besonderheit, die uns die Sensibilität der Pflanzenwelt direkt vor Augen führt. Auch wenn sie in unseren Breiten meist einjährig oder als Kübelpflanze gehalten wird, bereichert sie als wärmeliebende Art die Vielfalt im Garten. Achte bei der Standortwahl darauf, dass sie für kleine Entdecker nicht frei zugänglich ist, da sie nicht als kindersicher gilt. Probiere es doch einmal an einem geschützten Sonnenplatz aus.
Botanisches Wunder mit Reaktionsvermögen: Die Pflanze, die sich bewegt.
Obwohl für diese Art in der Region keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, ist sie als Mitglied der Hülsenfruchtgewächse (Fabaceae) ökologisch wertvoll. Diese Pflanzenfamilie lebt in Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) mit Knöllchenbakterien, die Luftstickstoff fixieren und so den Boden auf natürliche Weise für andere Pflanzen düngen. Sie dient zudem als Pionierpflanze (Art, die neue Lebensräume zuerst besiedelt) und trägt zur strukturellen Diversität (Vielfalt der Lebensräume) im Garten bei. Ihr dichter Wuchs in Bodennähe bietet zudem Versteckmöglichkeiten für verschiedene Kleinstlebewesen. In der Blütezeit stellt sie Nektar bereit, der allgemein von verschiedenen Hautflüglern (Hymenoptera) genutzt wird. Damit leistet sie einen Beitrag zum Erhalt eines stabilen Ökosystems.
Die Schamhafte Sinnpflanze (Mimosa pudica) gilt als nicht kindersicher. Sie enthält in ihren Pflanzenteilen Mimosin, eine Aminosäure, die bei Verzehr für Menschen und Haustiere gesundheitsschädlich sein kann. Aufgrund dieser Inhaltsstoffe und der kleinen Stacheln sollte sie außerhalb der direkten Reichweite von Kindern gepflanzt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1 m
Wähle einen vollsonnigen, windgeschützten Platz in deinem Garten.
Die Pflanze bevorzugt durchlässige, humose (mit organischen Stoffen angereicherte) Erde.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai, sobald der Boden offen und kein Frost mehr zu erwarten ist.
Achte auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit, vermeide aber unbedingt Staunässe (Wasseransammlung im Boden).
Da sie sehr wärmebedürftig ist, profitiert sie von einer geschützten Lage, etwa vor einer wärmespeichernden Steinmauer.
Eine Vermehrung gelingt am einfachsten über Samen, die im Frühjahr vorgezogen werden.
Im Winter sollte die Pflanze frostfrei untergebracht werden, da sie Kälte nicht verträgt.
Ein Rückschnitt vertrockneter Triebe im zeitigen Frühjahr fördert einen kompakten Wuchs.
Sei vorsichtig beim Hantieren, da die Stängel kleine Stacheln aufweisen können.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Plätze und verbessern durch Knöllchenbakterien (Bakterien, die Stickstoff binden) die Bodenqualität.
Die Schamhafte Sinnpflanze (Mimosa pudica) gehört zur Familie der Hülsenfruchtgewächse (Fabaceae) und zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). In der Region wird sie speziell für Österreich als heimisch geführt, wobei sie bevorzugt an warmen Standorten gedeiht. Eine morphologische (gestaltliche) Besonderheit ist die Thigmonastie (Bewegung als Reaktion auf Berührung), die durch Turgordruckänderungen (Zellinnendruck) in den Blattgelenken ausgelöst wird. Ihre Blüten sind eigentlich dichte Köpfchen aus vielen kleinen Einzelblüten mit weit herausragenden Staubblättern.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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