Bild folgtKI-generierte IllustrationMioxena blanda (Simon, 1884)
Mit seiner namensgebenden hellen Färbung und einer sehr geringen Körpergröße ist das Bleichspinnchen (Mioxena blanda) ein unauffälliger Bewohner der Bodenstreu. Als Vertreter der Linyphiidae (Baldachinspinnen) webt es feine, waagerechte Deckennetze knapp über dem Boden, um darin Beute zu fangen. Diese Jagdstrategie ist hocheffizient für den Fang von Kleinstinsekten, die im Garten am Boden leben. In Deinem Garten bewohnt das Tier bevorzugt die Krautschicht oder feuchte Moospolster, wo es als nützlicher Räuber zur Regulierung von Springschwänzen (Collembola) beiträgt. Du kannst dieses nützliche Tier fördern, indem Du herabgefallenes Laub und kleine Zweige als natürlichen Unterschlupf liegen lässt. Da es keine Netze in störender Höhe baut, ist es ein vollkommen problemloser Gartenmitbewohner. Ein naturnaher Garten mit einer intakten Bodenoberfläche bietet diesem spezialisierten Jäger das ideale Habitat (Lebensraum). Durch den Verzicht auf tiefgründige Bodenbearbeitung schützt Du die empfindlichen Gespinste in der Laubschicht.
Dieses Tier ist für Menschen absolut harmlos. Da die Kieferklauen viel zu klein sind, um die menschliche Haut zu durchdringen, besteht keine Bissgefahr. Auch gegenüber Haustieren verhält sich die Spinne völlig unbedenklich und flieht bei jeder Störung sofort in das Unterholz.
Das Bleichspinnchen gehört zur Ordnung der Araneae (Webspinnen) und wird innerhalb der Familie der Linyphiidae (Baldachinspinnen) geführt. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien, wobei es überwiegend die bodennahen Schichten besiedelt. Mit einer Länge von nur wenigen Millimetern gehört es zu den kleineren Vertretern seiner Gruppe. Die Art lebt räuberisch und ist an mäßig feuchte Standorte angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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