Bild folgtKI-generierte IllustrationBarbarea intermedia
Auch bekannt als: Mittleres Barbarakraut
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An den leuchtend gelben, kreuzförmigen Blüten und den tief fiederteiligen Blättern – also Blättern mit tiefen Einschnitten bis zur Mittelrippe – lässt sich die Mittlere Winterkresse (Barbarea intermedia) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Komponente, da sie bereits im zeitigen Frühjahr wichtige Ressourcen bereitstellt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert vor allem die Wiesenhummel (Bombus pratorum) von ihrem frühen Nektarangebot im April und Mai. Da sie als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) schon lange bei uns heimisch ist, fügt sie sich perfekt in das lokale Ökosystem ein. Wenn du ihr einen Platz in deinem Garten einräumst, bietest du den ersten Fliegern des Jahres eine sichere Tankstelle.
Frühe Energie: Die Mittlere Winterkresse rettet die Wiesenhummel ab April.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Mittlere Winterkresse eine wertvolle Futterpflanze für spezialisierte Insekten im Frühling. Besonders die Wiesenhummel (Bombus pratorum) nutzt die Blütezeit in den Monaten April und Mai intensiv zur ersten Energieaufnahme nach dem Winter. Da die Pflanze reichlich Nektar und Pollen bietet, stabilisiert sie die Populationen dieser wichtigen Bestäuber in deinem Garten. Im Winter bieten die stehengelassenen, samentragenden Stängel einen wichtigen Rückzugsort. Zudem dienen die Samen verschiedenen heimischen Vogelarten als Nahrung, wenn andere Quellen bereits erschöpft sind. Die Förderung dieser Kresse unterstützt somit direkt die lokale biologische Vielfalt über mehrere Ebenen der Nahrungskette.
Die Mittlere Winterkresse wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält wie viele Kreuzblütengewächse Senföle, die bei Hautkontakt oder Verzehr in größeren Mengen Reizungen verursachen können. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit anderen gelben Kreuzblütlern, weshalb im Zweifelsfall auf den Verzehr verzichtet werden sollte.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Die Mittlere Winterkresse ist eine dankbare Bewohnerin für sonnige bis halbschattige Gartenbereiche.
Wähle einen Standort mit frischem Boden, der über eine gute Grundfeuchtigkeit verfügt.
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und Ende November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze eine arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) eingeht, fördert ein gesunder Boden ohne Kunstdünger ihre Entwicklung.
Pflege ist kaum nötig: Lass die Pflanze nach der Blüte einfach stehen, damit sie absamen kann.
Als zweijährige Art stirbt sie nach der Samenreife meist ab, sorgt aber durch Selbstaussaat zuverlässig für Nachkommen.
Achte darauf, die Rosetten im zeitigen Frühjahr nicht mit Unkraut zu verwechseln.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide sind heimisch, blühen zeitgleich und teilen sich gerne den Platz an Gehölzrändern oder in frischen Wiesen.
Die Mittlere Winterkresse gehört zur Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales) und zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigen oder alteingesessener Archäophyt weit verbreitet. Ihr typischer Lebensraum sind frische Ruderalstandorte (vom Menschen geprägte Rohböden) und Wegränder. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren aufrechten Wuchs und die charakteristische Rosettenbildung im ersten Jahr aus, bevor sie im zweiten Jahr ihren Blütenstand austreibt.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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