Bild folgtKI-generierte IllustrationMoebelia penicillata (Westring, 1851)
Das Rinden-Pinselspinnchen (Moebelia penicillata) ist eine winzige, unauffällige Baldachinspinne (Linyphiidae) mit einer Körperlänge von meist unter zwei Millimetern. Sie webt zarte Baldachinnetze (waagerechte Deckennetze), die sie geschickt in den Vertiefungen der Baumrinde verankert. Wie der Name bereits verrät, ist ihr bevorzugter Lebensraum die zerklüftete Borke (äußere Rindenschicht) von alten Laub- und Nadelbäumen. In Deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Funktion als natürlicher Schädlingsregulierer (Nützling), indem sie winzige Insekten wie Blattläuse oder Mücken erbeutet. Damit sich dieses Tier bei Dir wohlfühlt, solltest Du darauf verzichten, die Stämme Deiner Bäume abzubürsten oder lose Rindenstücke zu entfernen. Solche natürlichen Strukturen bieten den Tieren notwendigen Schutz vor Witterung und Fressfeinden. Selbst im Februar kannst Du sie an frostfreien Tagen an Baumstämmen entdecken, da sie zu den winteraktiven Spinnenarten gehört. Durch den Verzicht auf chemische Spritzmittel im Garten schützt Du die empfindlichen Lebensräume dieser nützlichen Mitbewohner nachhaltig.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos. Aufgrund ihrer minimalen Körpergröße können ihre Kieferklauen (Chelizeren) die menschliche Haut nicht durchdringen. Es besteht keinerlei Gefahr durch Bisse oder Gift.
Die Art gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien. Mit einer Körpergröße von etwa 1,5 bis 2 Millimetern lebt sie als spezialisierter Rindenbewohner auf verschiedenen Baumarten. Die taxonomische Einordnung erfolgt in die Gattung Moebelia, die für ihre Bindung an forstliche Strukturen bekannt ist.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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