Bild folgtKI-generierte IllustrationMonochamus galloprovincialis
Auch bekannt als: Bäckerbock
Unverwechselbar ist der Gefleckte Langhornbock (Monochamus galloprovincialis) an seinen extrem langen Fühlern, die beim Männchen das Doppelte der Körperlänge erreichen können. Sein Körper ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt und weist unregelmäßige, helle Haarflecken auf den Flügeldecken auf. In der Regel entwickelt sich pro Jahr eine Generation, wobei der Zyklus bei kühler Witterung auch zwei Jahre dauern kann. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln in kleine Rindenritzen ab, die sie zuvor in die Rinde von Nadelbäumen wie der Waldkiefer (Pinus sylvestris) nagen. Im Sommer kannst du die Käfer dabei beobachten, wie sie an der Rinde junger Zweige fressen, was Fachleute als Reifungsfraß (Nahrungsaufnahme zur Erlangung der Fortpflanzungsfähigkeit) bezeichnen. Die Larve lebt und frisst zunächst unter der Rinde und bohrt sich später tief in das Splintholz (die wasserleitende Schicht unter der Baumrinde). Zur Überwinterung verharrt das Tier als Larve in einer Kältestarre (Zustand herabgesetzter Lebensfunktionen) tief im Inneren des Holzes. Du kannst die Art fördern, indem du Totholzstämme oder sonnig gelagerte Holzstapel von Nadelbäumen in einer ruhigen Ecke deines Gartens belässt. Achte darauf, dass dieses Holz über mindestens zwei Jahre ungestört bleibt, damit die Larven ihre Entwicklung abschließen können. Da er heimisch ist, stellt er als Totholzzersetzer einen wichtigen Teil des ökologischen Kreislaufs dar.
Völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Der Käfer besitzt keinen Stachel und beißt Menschen nicht, weshalb er bedenkenlos aus der Nähe beobachtet werden kann. Da er bevorzugt bereits geschwächtes Holz besiedelt, stellt er für gesunde, vitale Gartenbäume keine Gefahr dar.
Der Gefleckte Langhornbock gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt bevorzugt lichte Nadelwälder sowie Gärten mit Kiefernbestand. Mit einer Körperlänge von 12 bis 25 Millimetern gehört er zu den auffälligeren heimischen Käferarten. Die Art gilt als xylobiont (an Holz gebunden), da die gesamte Larvenentwicklung im Holz von Nadelbäumen stattfindet. Von ähnlichen Arten lässt er sich durch die spezifische Fleckung der Flügeldecken und den weißen Mittelfleck am Schildchen (Scutellum) unterscheiden.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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