Bild folgtKI-generierte IllustrationMontia arvensis
Auch bekannt als: Montia arvensis
Mit ihren fleischigen, oft rötlich überlaufenen Blättern und den winzigen weißen Blüten fällt das Acker-Quellkraut (Montia arvensis) sofort auf. Da die Art auf der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3) geführt wird, holst du dir eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten. In der Natur besiedelt sie feuchte Äcker und Quellfluren, was sie zu einer wichtigen Spezialistin für nasse Gartenbereiche macht. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) ist sie perfekt an unser Klima angepasst. Wenn du einen dauerfeuchten Platz hast, kannst du mit dieser Pflanze aktiv zum Erhalt einer bedrohten Art beitragen.
Rote-Liste-Art für nasse Füße: Schütze das seltene Quellkraut in deinem Garten.
Das Acker-Quellkraut übernimmt eine wichtige ökologische Rolle als Spezialist für feuchte, offene Bodenstellen. Da es bereits ab März blüht, stellt es eine frühe Nahrungsquelle in einem Lebensraum dar, der oft erst später im Jahr aktiv wird. Da die Pflanze als gefährdet (Rote Liste 3) gilt, ist jeder Bestand in einem naturnahen Garten ein wichtiger Trittstein für den regionalen Artenschutz. Sie schließt als Bodenbedecker Lücken an Teichrändern oder in feuchten Senken. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten fehlen, sichert die Anwesenheit solcher indigenen (heimischen) Arten die Vielfalt in der Agrarlandschaft und im Siedlungsraum.
Das Acker-Quellkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines Falles kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Die Pflanze ist in der Gartenliteratur nicht als klassische Giftpflanze bekannt, dennoch ist Vorsicht bei Kleinkindern geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Boden: Das Substrat sollte frisch bis feucht sein (Ellenberg Feuchtewert 8). Der Boden darf niemals ganz austrocknen.
Bodenbeschaffenheit: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal. Er sollte neutral bis schwach sauer sein (Reaktionswert 4).
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Vorbereitung: Bei schweren Böden kann eine leichte Einarbeitung von Sand die Struktur verbessern, solange die Feuchtigkeit gehalten wird.
Pflege: Da die Art oft kurzlebig ist, solltest du sie nach der Blüte aussamen lassen, um den Bestand zu sichern.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich willig durch Selbstaussaat an geeigneten Stellen.
Gute Partnerin: Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – es teilt die Vorliebe für nasse Füße und sonnige Standorte.
Das Acker-Quellkraut gehört zur Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales). Es ist in Deutschland und Österreich indigen (heimisch) und besiedelt bevorzugt feuchte Standorte wie Ackerränder oder Gräben. Die Pflanze wächst meist niederliegend bis aufsteigend und bildet kleine, traubige Blütenstände aus. Typisch für die Morphologie (äußere Gestalt) sind die gegenständigen, etwas dicklichen Blätter, die Wasser speichern können. Als AM-Mykorrhizapflanze lebt sie in einer nützlichen Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Bodenpilzen, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
3 Videos zu Acker-Quellkraut



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →