Bild folgtKI-generierte IllustrationMontia fontana
Auch bekannt als: Montia fontana, Quellkraut, montie des fontaines
Artengruppe
Du erkennst das Bach-Quellkraut an seinen kleinen, fleischigen Blättern und den winzigen, weißen Blüten, die oft fast unscheinbar in den dichten, grünen Polstern sitzen. Als heimischer Bewohner feuchter Standorte ist diese Art ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt, zumal sie bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht. In deinem Garten hilft sie dabei, nasse Stellen ökologisch aufzuwerten und die natürliche Bodenstruktur zu fördern. Durch die Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen trägt sie zur Gesundheit deines Gartenbodens bei. Wenn du eine Vorliebe für das Filigrane hast, wirst du an diesem kleinen Überlebenskünstler viel Freude haben.
Seltene Kostbarkeit für feuchte Ecken: Schütze eine Art der Vorwarnliste.
Da das Bach-Quellkraut auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt wird, ist seine Ansiedlung im Garten ein direkter Beitrag zum Artenschutz. Als einheimischer Archäophyt ist die Pflanze fest in das hiesige Ökosystem integriert. Sie geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza ein, eine Wurzel-Pilz-Gemeinschaft, welche die Nährstoffaufnahme optimiert und die Bodenbiologie stärkt. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten in den Fachquellen vorliegen, lässt sich die Relevanz für einzelne Insektenarten nicht exakt beziffern, doch dient das dichte Polster als wichtiger Rückzugsort für Kleinstlebewesen in feuchten Lebensräumen. Durch die Samenbildung leistet sie einen Beitrag zur natürlichen Verjüngung spezialisierter Pflanzengesellschaften.
Das Bach-Quellkraut wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen dokumentiert sind, sollten Eltern bei kleinen Kindern achtsam sein. Eine Verwechslung mit stark giftigen Pflanzen ist aufgrund der charakteristischen Wuchsform an extrem feuchten Standorten unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Das Bach-Quellkraut benötigt einen Standort in der vollen Sonne, ist dort aber auf eine konstante Wasserversorgung angewiesen. Der Boden sollte dauerhaft feucht sein – ein Platz am Teichrand oder an einer Sickerstelle ist ideal. Da die Pflanze als Mittelzehrer gilt, reicht ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben aus. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Wähle einen sonnigen Platz mit hoher Bodenfeuchtigkeit.
Verwende normalen Boden; zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich.
Pflanzung im Frühjahr oder Herbst bei offenem Boden.
Achte darauf, dass der Standort niemals ganz austrocknet.
Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Teilung der Polster.
Gute Partnerin: Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Füße und bilden zusammen eine naturnahe Uferzone.
Das Bach-Quellkraut (Montia fontana) gehört zur Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen. Es ist als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder einwanderte) in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet, aber durch Lebensraumverlust gefährdet. Typischerweise besiedelt es quellige Orte, Gräben und feuchte Äcker. Morphologisch zeichnet es sich durch einen gabelig verzweigten, oft kriechenden Wuchs und gegenständige Blätter aus. Die Pflanze lebt in einer Lebensgemeinschaft mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM), die den Nährstoffaustausch im Boden verbessern.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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