Bild folgtKI-generierte IllustrationMotacilla citreola Pallas, 1776
Auch bekannt als: Zitronenstelze
Die Zitronenstelze (Motacilla citreola) fällt Ihnen durch ihren leuchtend zitronengelben Kopf und die ebenso gefärbte Unterseite der Männchen auf, kombiniert mit einem grauen Rücken und dem charakteristischen, ständig wippenden langen Schwanz. In Ihrer Gartenumgebung hält sie sich am liebsten in der Nähe von Wasserstellen oder feuchten Wiesenabschnitten auf. Als reiner Insektenfresser (insektivor) ernährt sich der Vogel von kleinen wirbellosen Tieren und Larven, die er geschickt am Boden oder im flachen Wasser aufpickt. Das Nest wird als Bodenbrüter (Vogel, der am Erdboden nistet) gut versteckt in dichter Ufervegetation angelegt. Sie begegnen hier einem Langstreckenzieher (Zugvogel mit sehr weiten Wanderwegen), der den Winter in südlichen Gefilden verbringt. Möchten Sie diesen seltenen Gast unterstützen, empfiehlt es sich, Uferzonen an Gartenteichen naturnah zu gestalten und auf chemische Insektengifte zu verzichten. Ein strukturreicher Garten mit hohen Wildkräutern bietet dem Tier Schutz und eine reiche Nahrungsgrundlage. Achten Sie im Frühjahr darauf, bodennahe Bereiche ungestört zu lassen. Der Ruf ist ein scharfes, kurzes Zrit, das oft im Flug zu hören ist. Durch ihre Lebensweise trägt sie zur natürlichen Kontrolle der Insektenpopulation bei.
Die Zitronenstelze ist nach geltendem Naturschutzrecht streng geschützt. Es ist gesetzlich untersagt, die Vögel während der Brutzeit zu stören oder ihre am Boden befindlichen Nester zu beschädigen. Seien Sie bei der Pflege von feuchten Gartenbereichen zwischen Mai und Juli besonders vorsichtig.
Die Zitronenstelze (Motacilla citreola) gehört zur Familie der Stelzen und Pieper (Motacillidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Ursprünglich in Osteuropa und Asien beheimatet, breitet sie sich zunehmend nach Westen in Regionen wie Deutschland, Österreich und die Schweiz aus. Sie bevorzugt offene, sehr feuchte Lebensräume wie Moore oder nasse Wiesen. Von der ähnlichen Schafstelze lässt sie sich durch die breiten, hellen Flügelbinden und den bei Männchen vollständig gelben Kopf unterscheiden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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