Bild folgtKI-generierte IllustrationMyotis crypticus Ruedi et al., 2019
Das Kryptische Mausohr (Myotis crypticus) ist eine mittelgroße Fledermaus mit auffällig breiten Ohren und einem kontrastreichen Fell, das am Rücken graubraun und am Bauch hellgrau gefärbt ist. In unseren Gärten findet man diesen heimischen Nachtjäger vor allem dort, wo alte Bäume oder naturnahe Gebäude einen sicheren Unterschlupf bieten. Als Insektenfresser (Tiere, die sich von Wirbellosen ernähren) ist die Art ein äußerst nützlicher Gast, der in der Dämmerung und Nacht nach Beute sucht. Da es sich um ein Säugetier handelt, verbringt es die kalte Jahreszeit im Winterschlaf (einer Phase reduzierten Stoffwechsels), um Energie zu sparen. In Deinem Garten profitiert das Tier von ungestörten Dachböden oder speziellen Fledermauskästen, die als Tagesquartier dienen können. Auch der Verzicht auf chemische Mittel hilft, da die Nahrungsgrundlage aus verschiedenen Fluginsekten und Spinnentieren besteht. In Gebieten mit Waldnähe fühlt sich die Art besonders wohl, da sie dort geschützte Jagdreviere findet. Durch das Belassen von Totholz oder alten Baumhöhlen schaffst Du wertvolle Lebensräume für diesen seltenen Gast.
Wie alle heimischen Fledermäuse steht das Kryptische Mausohr unter strengem Artenschutz und darf weder gestört noch umgesiedelt werden. Die Tiere sind für Menschen harmlos. Sollte ein geschwächtes Tier gefunden werden, fass es bitte nur mit dicken Handschuhen an und informiere eine Fachstation.
Das Kryptische Mausohr (Myotis crypticus) gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) innerhalb der Gattung der Mausohren (Myotis). Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wurde erst 2019 genetisch von verwandten Arten unterschieden. Mit einer Flügelspannweite von etwa 24 bis 30 Zentimetern ist sie eine typische Bewohnerin gemäßigter Breiten. Sie führt eine nachtaktive (während der Dunkelheit aktive) Lebensweise und nutzt Echoortung (Orientierung durch Schallwellen) zur Jagd.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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