Bild folgtKI-generierte IllustrationNassella tenuissima
Auch bekannt als: Nassella tenuissima
An ihren haardünnen, silbrigen Halmen, die sich schon beim kleinsten Lufthauch wie weiche Wellen bewegen, lässt sich das Zarte Federgras (Nassella tenuissima) sofort erkennen. Da es sich um ein windbestäubtes Süßgras handelt, liegt sein ökologischer Wert weniger in der Nektarproduktion als vielmehr in der Schaffung von Lebensraum. Wenn du trockene, sonnige Standorte ökologisch aufwerten möchtest, ist dieses filigrane Gras eine exzellente Wahl.
Filigraner Windtänzer für trockene Standorte und heimische Naturgärten.
In der Gartenökologie dient das Gras primär als Habitatpflanze. Während quantitative Daten zu spezifischen Bestäubern für diese Art in der Datenbank fehlen, ist die Bedeutung von Süßgräsern als Überwinterungsort für Insekten in der Fachwelt unumstritten. Die dichten Horste bieten Schutz vor Frost und Fressfeinden. In den Wintermonaten bleiben die Samenstände oft lange erhalten und können als ergänzende Nahrungsquelle für Vögel dienen. Durch die Anpassung an trockene Standorte ist es zudem eine klimaresiliente Art, die auch in heißen Sommern stabilen Lebensraum bietet.
Das Zarte Federgras ist nicht als kindersicher eingestuft. Die langen, sehr feinen Grannen (Samenanhängsel) besitzen winzige Widerhaken, die bei Kontakt mit Augen oder Schleimhäuten sowie beim Verschlucken zu mechanischen Reizungen oder Entzündungen führen können. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Jul
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.55 m
Das Zarte Federgras benötigt einen vollsonnigen Platz auf durchlässigem, eher nährstoffarmem Boden.
Staunässe muss zwingend vermieden werden, da die Wurzeln sonst im Winter faulen.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Ein Rückschnitt ist im Spätwinter nicht notwendig; es reicht, die abgestorbenen Halme im Frühjahr vorsichtig mit den Fingern auszukämmen.
Da die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft ist, solltest du sie nicht direkt an schmalen Spielwegen platzieren, da die Grannen (borstige Fortsätze an den Samen) die Schleimhäute reizen können.
Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen die Vorliebe für trockene Magerstandorte und ergänzen sich optisch durch den Kontrast von feinen Halmen und flachen Doldenblüten.
Das Zarte Federgras (Nassella tenuissima) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). In unserer Region ist es in Österreich heimisch und besiedelt dort bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Steppengebiete. Morphologisch zeichnet es sich durch dichte Horste (büschelartiger Wuchs) und extrem schmale, eingerollte Blätter aus, die den Wasserverlust durch Verdunstung minimieren. Die namensgebenden Federgrannen an den Blütenständen dienen der Samenausbreitung durch den Wind oder vorbeistreifende Tiere.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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