Bild folgtKI-generierte IllustrationNasturtium officinale agg.
Artengruppe
Mit ihren saftig grünen, fleischigen Blättern und den kleinen, vierzähligen weißen Blüten in Traubenform fällt die Gewöhnliche Brunnenkresse (Nasturtium officinale agg.) sofort auf. Da sie als indigene Art (ursprünglich einheimisch) gilt, ist sie perfekt an unsere Gewässer angepasst und fördert die natürliche Balance am Teichrand. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) hilft sie dabei, überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser zu binden und in Biomasse umzuwandeln. Da sie auch im Winter grün bleibt, bietet sie ganzjährig Struktur in Deiner Uferzone. Wenn Du ein dauerhaft nasses Plätzchen im Garten hast, ist sie die ideale Wahl für Dich.
Heimische Uferkönigin: Die wintergrüne Nährstoffmanagerin für Deinen Bachlauf.
Als indigene Art ist die Gewöhnliche Brunnenkresse ein fester Bestandteil unserer heimischen Gewässerökologie. Sie bevorzugt fette Böden (nährstoffreiche Standorte) und trägt durch ihr schnelles Wachstum zur biologischen Reinigung von Wasserläufen bei. Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu Bestäubern in der Datenbank vorliegen, liegt ihr Hauptwert in der Strukturgebung. Als wintergrüne Pflanze bietet sie kleinen Wassertieren auch in der kalten Jahreszeit Versteckmöglichkeiten und Schutz vor Fressfeinden direkt unter der Wasseroberfläche.
Die Datenbank stuft die Pflanze als nicht kindersicher ein. Dies ist oft auf den Standort an offenen Gewässern zurückzuführen, der für kleine Kinder eine Gefahr darstellen kann. Achte zudem darauf, die Pflanze nur aus sehr sauberen Gewässern zu nutzen, da sie Schadstoffe aus dem Wasser anreichern kann.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.56 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz direkt am Bachlauf oder an der Flachwasserzone Deines Teiches.
Boden: Die Pflanze benötigt einen Standort für Starkzehrer (nährstoffreicher, fetter Boden), um optimal zu gedeihen.
Feuchtigkeit: Sie muss dauerhaft nass stehen; ideal ist eine leichte Wasserbewegung.
Pflanzzeit: Setze die Kresse im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November ein.
Pflege: Da sie auf fetten Böden wächst, ist eine zusätzliche Düngung in nährstoffreichen Teichen meist nicht nötig.
Vermehrung: Du kannst einfach Triebstücke abschneiden und ins Wasser legen, sie bilden dort schnell neue Wurzeln.
Kombination: Eine passende Partnerin ist die Sumpfdotterblume (Caltha palustris).
Begründung: Beide Arten sind an nasse Standorte angepasst und ergänzen sich hervorragend in ihrem Wuchs am Ufer.
Die Gewöhnliche Brunnenkresse (Nasturtium officinale agg.) wird botanisch als Artengruppe (Zusammenfassung mehrerer sehr ähnlicher Kleinarten) geführt. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz ist sie als indigen oder Archäophyt (Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) weit verbreitet. Ihr typischer Lebensraum sind kühle, nährstoffreiche Quellbereiche und langsam fließende Gewässer. Morphologisch erkennst Du sie an ihren hohlen, kriechenden Stängeln, die sich oft teppichartig auf der Wasseroberfläche ausbreiten.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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