Bild folgtKI-generierte IllustrationNeobisium carcinoides (Hermann, 1804)
Hermann, 1804
Das auffälligste Merkmal von Neobisium carcinoides sind seine kräftigen Scherenhände, die an einen winzigen Skorpion ohne den typischen Schwanzstachel erinnern. Dieser Vertreter der Pseudoskorpione (Afterskorpione) führt ein verborgenes Leben in der Bodenstreu Deines Gartens. Er ist ein flinker Jäger, der sich von noch kleineren Organismen wie Milben oder Springschwänzen ernährt. In der Humusschicht (der obersten, zersetzten Bodenschicht) übernimmt er eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Kleinstlebewesen. Du findest ihn meist unter feuchtem Falllaub, in Moospolstern oder unter loser Baumrinde. Da er lichtscheu (negativ phototaktisch) ist, bekommt man ihn nur selten direkt zu Gesicht. Als Nützling trägt er zur Gesundheit des Bodengefüges bei, indem er potenzielle Schädlinge dezimiert. Um ihn zu unterstützen, solltest Du herbstliches Laub unter Sträuchern liegen lassen und auf chemische Bodenbehandlung verzichten. Ein kleiner Haufen aus Totholz (abgestorbenem Holz) bietet ihm zudem ideale Rückzugsorte. Er ist ein friedlicher Mitbewohner, der für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht in Deinem Garten sorgt.
Dieses Tier ist für Menschen und Haustiere vollkommen harmlos, da es keinen Giftstachel besitzt und die menschliche Haut nicht durchdringen kann. Es besteht kein besonderer gesetzlicher Schutzstatus, doch als nützlicher Bodenbewohner verdient er Deinen Schutz im Garten.
Neobisium carcinoides ist eine heimische Art aus der Familie der Neobisiidae innerhalb der Ordnung der Pseudoskorpione (Afterskorpione). Sein Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, einschließlich Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien. Als räuberisches Spinnentier besiedelt er bevorzugt die organische Auflage feuchter Böden. Er gehört zur Gruppe der epigäischen (oberflächennah lebenden) Bodenfauna.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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