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Netrium digitus
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Auch bekannt als: Netrium digitus
An ihrer länglichen Spindelform und den strahlenförmigen Blattgrünkörpern (Chloroplasten) lässt sich die Zieralge (Netrium digitus) sofort unter dem Mikroskop erkennen. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Anzeigerart für saubere, kalkarme Gewässer wie Moorteiche. Da sie Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnimmt, trägt sie zum biologischen Gleichgewicht im Gartenbiotop bei. Zwar ist sie mit dem bloßen Auge meist nur als grünlicher Flaum wahrnehmbar, doch ihre Anwesenheit belegt eine exzellente Wasserqualität. Wenn du einen ökologisch wertvollen Teich pflegst, ist diese Art ein Zeichen dafür, dass du bei der Wasserpflege alles richtig machst.
Gebietsfremde Art mit dokumentiertem ökologischen Nutzen.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen bildet diese Zieralge die Basis der Nahrungskette in spezialisierten Kleingewässern. Sie dient als wichtige Futterquelle für winzige tierische Organismen wie Rädertierchen (Rotifera) und kleine Krebstiere, die wiederum Nahrung für größere Teichbewohner sind. In einem stabilen Moorteich fungiert sie als verlässlicher Sauerstoffproduzent unter Wasser. Da sie ausschließlich in unbelasteten Gewässern vorkommt, ist sie ein Bioindikator (Zeigerorganismus für Umweltqualität). Sie trägt maßgeblich zur mikrobiellen Biodiversität deines Gartens bei.
Die Pflanze selbst ist nach den vorliegenden Daten als nicht kindersicher eingestuft. Dies bezieht sich vor allem auf ihren Lebensraum, da Moorteiche und Schlammzonen für kleine Kinder Gefahrenquellen darstellen können. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wasserpflanzen, da ihre Merkmale unter dem Mikroskop eindeutig sind.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Netrium digitus gehört zur Ordnung der Jochalgen (Zygnematales) und ist innerhalb dieser Gruppe eine sogenannte Zieralge (Desmidiaceen). Sie ist in Österreich heimisch und besiedelt vor allem saure, nährstoffarme Standorte wie Hochmoore und Schwingrasen (auf dem Wasser treibende Pflanzendecken). Die Zellen erreichen eine für Algen beachtliche Länge von bis zu 0,8 Millimetern, was sie zu Riesen unter den Einzellern macht. Charakteristisch sind die zwei großen, stern- oder fingerförmig gelappten Blattgrünkörper im Zellinneren, die für die Energiegewinnung zuständig sind.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.