Bild folgtKI-generierte IllustrationNeuropteris schlehani
Auch bekannt als: Neuropteris schlehani
An ihren farnartigen Wedeln mit den rundlichen Einzelblaettchen laesst sich Neuropteris schlehani sofort erkennen. Du wirst dich vielleicht wundern, warum ich dir etwas ueber eine Art erzaehle, die man heute gar nicht mehr lebend im Garten finden kann. Neuropteris schlehani ist naehmlich eine fossile Pflanze, die vor Millionen von Jahren Teil unserer heimischen Flora war. Da sie heute ausgestorben ist, profitiert keine moderne Wildbiene oder Schmetterlingsart mehr von ihr. Dennoch ist sie ein faszinierendes Zeugnis der Naturgeschichte Oesterreichs. Wenn du ein Fossil im Garten hast, pflegst du damit das Bewusstsein fuer die lange Entwicklung unseres Planeten.
Ein fossiler Schatz aus Oesterreich: Hol dir die Urzeit in den Garten.
Nach aktuellen Bestaeubungsdaten liegen keine Informationen ueber eine Bedeutung fuer heutige Bestaeuber vor. Da die Pflanze vor etwa 300 Millionen Jahren lebte, existierten moderne Insekten wie die Honigbiene (Apis mellifera) noch nicht. Es gibt daher keine Wildbienen oder Schmetterlinge, die diese Art heute als Nahrungsquelle oder Larvalhabitat (Lebensraum fuer Raupen) nutzen. Auch fuer die heutige Vogelwelt bietet die versteinerte Pflanze keine Samen als Winternahrung an. In ihrem urzeitlichen Lebensraum war sie jedoch eine Schluesselart der Sumpfwaelder. Heute dient sie uns lediglich als wertvolles Anschauungsobjekt fuer die Erdgeschichte.
Laut Datenbank ist die Art nicht kindersicher. Bei einem Fossil koennte dies auf scharfe Gesteinskanten hindeuten, die beim Hantieren Verletzungen verursachen koennen. Da die Pflanze vollstaendig versteinert ist, besteht jedoch keine Gefahr durch Giftstoffe oder den Verzehr von Pflanzenteilen.
Licht
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Da Neuropteris schlehani eine ausgestorbene Art ist, gibt es keine herkoemmliche Pflanzzeit oder Pflege. Du findest sie heute ausschließlich als Fossil, besonders in oesterreichischen Gesteinsschichten.
Ein Einpflanzen zwischen Maerz und Mai ist daher nicht moeglich, da kein lebendes Gewebe existiert.
Solltest du ein fossiles Exemplar besitzen, platziere es an einem trockenen Ort im Garten, um starke Verwitterung zu vermeiden.
Die Bodenbeschaffenheit spielt keine Rolle, da die Pflanze keine Wurzeln mehr schlaegt.
Eine Vermehrung ist biologisch ausgeschlossen.
Wasser oder Duenger werden natuerlich nicht benoetigt.
Als dekorative Ergaenzung im Garten passt sie wunderbar in ein Alpinum (Steingarten mit Gebirgspflanzen).
Ein schoener Partner fuer die Optik ist der heimische Wurmfarn (Dryopteris filix-mas), der aehnliche Blattformen zeigt.
So schaffst du eine optische Bruecke von der Urzeit in die Gegenwart.
Neuropteris schlehani wird den Samenfarnen (Pteridospermatophyta) zugeordnet, einer ausgestorbenen Pflanzengruppe aus dem Karbon (Erdzeitalter vor etwa 300 Millionen Jahren). In der Region ist sie heute vor allem durch Funde in Oesterreich bekannt, wo sie in entsprechenden Gesteinsschichten vorkommt. Typisch sind die farnaehnlichen Wedel, die jedoch im Gegensatz zu echten Farnen bereits Samenanlagen (Organe, aus denen die Samen entstehen) entwickelten. Die Blaettchen sind an der Basis oft leicht herzfoermig und weisen eine deutliche Mittelader auf, was sie fuer Fossiliensammler unverwechselbar macht.
•NaturkompassDB
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