Bild folgtKI-generierte IllustrationNicotiana alata
Auch bekannt als: Nicotiana alata
Auffällig sind beim Flügeltabak (Nicotiana alata) vor allem die weißen, röhrenförmigen Blüten, die sich erst in der Abenddämmerung vollständig öffnen und dann einen intensiven Duft verströmen. Die Pflanze besetzt eine spezielle ökologische Nische, da sie ihre Ressourcen bereitstellt, wenn viele andere Blüten bereits geschlossen sind. Auch ohne spezifische Bestäuberdaten in der Datenbank wissen wir, dass solche spezialisierten Blütenformen für die nächtliche Vielfalt im Garten wertvoll sind. Du kannst mit dieser Pflanze wunderbare Akzente setzen, die deinen Garten bis weit in die Nacht hinein beleben.
Abendliches Dufterlebnis: Der heimische Spezialist für die Dämmerungsstunden.
In Österreich bereichert der heimische Flügeltabak (Nicotiana alata) das ökologische Gefüge durch sein zeitversetztes Blütenangebot. Da er seine Blüten erst abends öffnet, stellt er eine wichtige Ressource für die lokale Fauna dar, die während der Dämmerung aktiv ist. Die Architektur der Blüte deutet darauf hin, dass sie speziell auf Bestäuber mit langen Mundwerkzeugen zugeschnitten ist. Die klebrigen Blattoberflächen können zudem einen Lebensraum für Kleinstinsekten bieten. Im Naturgarten schließt er die Versorgungslücke zwischen Tag und Nacht. Auch wenn keine spezifischen Insektenarten in der Datenbank stehen, ist der Beitrag zur Biodiversität durch diese zeitliche Spezialisierung bedeutend.
Bitte beachte, dass der Flügeltabak (Nicotiana alata) nicht kindersicher ist. Die gesamte Pflanze ist giftig und sollte daher nicht in Reichweite von kleinen Kindern oder Haustieren gepflanzt werden. Aufgrund der klebrigen Blätter und des spezifischen Dufts besteht jedoch kaum eine Gefahr, ihn mit essbaren Kräutern zu verwechseln.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.5 m
Wähle für den Flügeltabak (Nicotiana alata) einen vollsonnigen und warmen Standort aus.
Er benötigt einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden, um seine volle Kraft zu entfalten.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr ab April oder Mai, sobald die Frostgefahr sinkt.
Gieße die Pflanze regelmäßig, aber vermeide Staunässe (Wasseransammlung im Boden, die Wurzeln schädigen kann).
Da die Stängel recht hoch werden, ist ein windgeschützter Platz von Vorteil.
Das regelmäßige Ausputzen verblühter Teile fördert die Bildung neuer Blüten bis in den Herbst hinein.
Die Vermehrung gelingt leicht durch die feinen Samen, die du im Spätsommer sammeln kannst.
Im Winter stirbt die oberirdische Biomasse (alle grünen Pflanzenteile) ab, was ein natürlicher Prozess ist.
Gute Partnerin: Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist eine ideale Begleitung, da beide Arten sonnige Standorte in Österreich bevorzugen und sich optisch wie ökologisch gut ergänzen.
Der Flügeltabak (Nicotiana alata) ist ein Vertreter der Nachtschattengewächse (Solanaceae). In der regionalen Flora ist er insbesondere in Österreich verbreitet und besiedelt dort warme, offene Standorte. Ein markantes Merkmal ist die drüsige Behaarung (klebrige Härchen an Stängeln und Blättern), die der Pflanze einen natürlichen Schutz bietet. Die trichterförmigen Blüten besitzen eine auffallend lange Kronröhre, was charakteristisch für die Gattung Nicotiana ist. Er wächst meist aufrecht und kann unter guten Bedingungen eine beachtliche Höhe erreichen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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