Bild folgtKI-generierte IllustrationNonea pulla
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An ihren auffallend dunklen, fast schwarz-violetten Röhrenblüten und der borstigen Behaarung lässt sich das Braune Mönchskraut (Nonea erecta) sofort erkennen. Diese seltene Wildpflanze ist ein Gewinn für jeden Naturgarten, da sie in der freien Landschaft nach aktuellen Bestandsdaten als gefährdet gilt (Rote Liste 3). Besonders die seltene Sandhummel (Bombus veteranus) profitiert von dem Nektarangebot dieser indigenen (einheimischen) Art. Wenn du einen trockenen, sonnigen Platz im Garten hast, gibst du dieser besonderen Schönheit ein sicheres Zuhause. Mit deiner Entscheidung für diese Art trägst du aktiv zum Erhalt der regionalen biologischen Vielfalt bei.
Dunkle Schönheit mit Seltenheitswert: Die Rettungsinsel für die Sandhummel.
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Als einheimische Wildpflanze ist das Braune Mönchskraut ein wichtiger Baustein im regionalen Ökosystem. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine der wenigen verlässlichen Nahrungsquellen für die Sandhummel (Bombus veteranus). Die Blütezeit von Mai bis August schließt eine wichtige Lücke im jahreszeitlichen Nahrungsangebot für spezialisierte Fluginsekten. Da die Art in der Natur als gefährdet eingestuft wird (Rote Liste 3), fungiert dein Garten als wertvoller Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum). Im Winter bieten die stehengelassenen Samenstände zudem eine natürliche Futterreserve für heimische Singvögel.
Das Braune Mönchskraut ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Vertreter der Raublattgewächse kann die Pflanze Inhaltsstoffe enthalten, die bei Verzehr unbekömmlich sind. Aufgrund der borstigen, rauen Behaarung wird sie jedoch ohnehin selten direkt berührt oder gar gegessen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.32 m
Wähle für das Braune Mönchskraut einen vollsonnigen Standort aus.
Der Boden sollte trocken und gut durchlässig sein.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Da die Pflanze trockene Bedingungen schätzt, ist zusätzliches Gießen nur in extremen Hitzeperioden notwendig.
Um die Selbstaussaat der gefährdeten Art zu fördern, solltest du die Samenstände im Spätsommer nicht zurückschneiden.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über diese reifen Samen.
Gute Partnerin: Der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) – beide Arten teilen die Vorliebe für magere, sonnige Plätze und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion für bestäubende Insekten.
Das Braune Mönchskraut gehört zur Ordnung der Raublattartigen (Boraginales) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Es ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt dort vorrangig sonnige Trockenstandorte. Morphologisch zeichnet sich die Pflanze durch ihren aufrechten Wuchs und die dichte, raue Behaarung von Stängel und Blättern aus. Die Blütenkrone ist charakteristisch dunkelbraun bis tiefviolett gefärbt, was ihr innerhalb der heimischen Flora ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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