Bild folgtKI-generierte IllustrationNoterus clavicornis (De Geer, 1774)
Der Große Uferfeuchtkäfer (Noterus clavicornis) fällt durch seinen stromlinienförmigen, tropfenartigen Körperbau und die beim Männchen auffällig verdickten Fühlerglieder auf. Dieser kleine Käfer gehört zur Familie der Uferfeuchtkäfer (Noteridae) und ist ein typischer Bewohner unserer heimischen Gewässer. Du findest ihn vor allem in Teichen und langsam fließenden Gräben, wo er verborgen zwischen Wasserpflanzen und im Bodenschlamm lebt. Seine Lebensweise ist vorwiegend aquatisch (im Wasser stattfindend), wobei er geschickt durch das Nass rudert. Bei der Nahrungswahl ist er wenig wählerisch: Er lebt räuberisch von kleinen Wasserlebewesen, nutzt aber auch Detritus (zerfallende organische Substanz) als Energiequelle. Damit übernimmt er eine wichtige Funktion als Gesundheitspolizei im Ökosystem Deines Gartenteichs. Durch das Vertilgen von organischen Resten hilft er, die Wasserqualität stabil zu halten. Im Garten kannst Du ihn fördern, indem Du auf chemische Reinigungsmittel verzichtest und im Herbst nicht alle Pflanzenreste aus dem Teich entfernst. Ein naturnaher Ufersaum bietet ihm den nötigen Schutzraum für die Überwinterung. Auch im Februar hält er sich bereits in den eisfreien, tieferen Zonen des Wassers auf.
Dieses Insekt ist für Menschen und Haustiere vollkommen harmlos und besitzt keine Giftstachel oder Wehrdrüsen. Es besteht kein Grund zur Sorge, wenn Du ihn beim Arbeiten am Teich entdeckst. Der Käfer ist ein nützlicher Helfer im biologischen Gleichgewicht Deines Gartens.
Der Große Uferfeuchtkäfer (Noterus clavicornis) ist eine in Mitteleuropa weit verbreitete Art aus der Familie der Noteridae. Sein Verbreitungsgebiet umfasst unter anderem Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo er als heimisch gilt. Er besiedelt bevorzugt stehende Gewässer mit reicher Vegetation und schlammigem Grund. Taxonomisch (die Einordnung in das System der Lebewesen betreffend) steht er den Schwimmkäfern nah, unterscheidet sich aber durch die spezialisierte Form seiner Unterseite, die ihn zum Graben im Schlamm befähigt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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