Bild folgtKI-generierte IllustrationNuphar spenneriana
Auch bekannt als: Nuphar intermedia
Unverwechselbar ist die Mittlere Teichrose (Nuphar spenneriana) durch ihre schwimmenden, herzförmigen Blätter und die leuchtend gelben Schalenblüten, die wie kleine Becher auf der Wasseroberfläche liegen. Als indigenes (einheimisches) Gewächs ist sie eine echte Besonderheit für deinen Garten, da sie auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten) geführt wird. Mit ihrer Ansiedlung leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland und Österreich. Die Pflanze bietet unter Wasser wichtige Versteckmöglichkeiten und beschattet die Wasserfläche, was das Algenwachstum natürlich begrenzt. Wenn du einen naturnahen Teich besitzt, ist diese seltene Schönheit genau die richtige Wahl für dich.
Rote-Liste-Art für den Teich: Schütze eine der seltensten Pflanzen unserer Heimat.
Die Mittlere Teichrose ist aufgrund ihres Status auf der Roten Liste (R – extrem selten) eine ökologische Kostbarkeit in unserer Region. Als indigene (einheimische) Art stabilisiert sie das biologische Gleichgewicht in Stillgewässern, indem sie dem Wasser überschüssige Nährstoffe entzieht. Ihre Schwimmblätter dienen als Ruheplatz für Libellen und bieten Schutzraum für die Unterwasserfauna. Da sie in Deutschland und Österreich heimisch ist, fügt sie sich perfekt in die hiesigen Lebensgemeinschaften ein. Mit der Pflanzung förderst du aktiv den Erhalt einer bedrohten Pflanzenart, die in der freien Natur immer seltener wird. Sie stellt somit ein wertvolles Trittsteinbiotop für die Gewässer-Biodiversität dar.
Die Mittlere Teichrose ist nicht kindersicher. Wie viele Vertreter der Seerosengewächse enthält sie Stoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb Vorsicht bei Haushalten mit kleinen Kindern geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der Gelben Teichrose (Nuphar lutea), die jedoch deutlich größere Blüten und Blätter besitzt.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Standort: Suche einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Gartenteich aus.
Wassertiefe: Die Pflanze fühlt sich in einer Tiefe von 40 bis 80 Zentimetern am wohlsten.
Bodenbeschaffenheit: Sie benötigt einen nährstoffreichen, schlammigen Untergrund, um gut anzuwachsen.
Pflanzzeit: Setze die Teichrose idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November ein.
Pflanzvorgang: Drücke das Rhizom (den Wurzelstock) fest in den Schlamm oder nutze einen Pflanzkorb, um ein Aufschwimmen zu verhindern.
Pflege: Entferne abgestorbene Blätter im Spätherbst, um die Nährstoffbelastung im Teich gering zu halten.
Vermehrung: Eine Vermehrung ist durch die Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr möglich.
Winter: Die Pflanze ist winterhart, solange das Rhizom im ungefrorenen Schlamm unter der Eisdecke liegt.
Kombination: Gute Partnerin ist die Schwanenblume (Butomus umbellatus) – beide sind heimisch und ergänzen sich hervorragend in der Ufer- und Flachwasserzone.
Die Mittlere Teichrose gehört zur Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae) und ist als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder hier entstand) in Mitteleuropa beheimatet. Sie besiedelt bevorzugt stehende Gewässer und zeichnet sich durch ein kräftiges Rhizom (einen kriechenden Wurzelstock) aus, das im Gewässergrund verankert ist. Morphologisch liegt sie zwischen der Kleinen und der Großen Teichrose, was sie zu einem spannenden Studienobjekt für botanisch interessierte Beobachter macht. Ihr Vorkommen beschränkt sich auf nährstoffreiche, schlammige Standorte in Deutschland und Österreich.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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