Bild folgtKI-generierte IllustrationOberea linearis
Auch bekannt als: Hasel-Linienbock
An seinem auffällig schlanken, schwarzen Körper und den hellen, gelblichen Beinen lässt sich der Haselbock (Oberea linearis) sofort erkennen. Mit einer Körperlänge von 11 bis 14 Millimetern wirkt dieser Käfer fast wie ein kleiner Stab. In deinem Garten ist er ein seltener Gast, der für seine Entwicklung zwingend auf die Gemeine Hasel (Corylus avellana) angewiesen ist. Eine Generation benötigt meist zwei Jahre für ihre Entwicklung, wobei die Eier einzeln an jungen Trieben abgelegt werden. Die Larven leben xylophag (holzfressend) und nähren sich vom Mark der Haselzweige, ohne den Strauch dabei ernsthaft zu schädigen. Im Frühjahr, meist ab Mai, schlüpfen die erwachsenen Käfer und suchen nach Partnern. Den Sommer verbringen sie oft verborgen im dichten Laubwerk ihrer Wirtspflanzen. Die Überwinterung erfolgt als Larve gut geschützt im Inneren der Zweige. Du kannst diese Art fördern, indem du beim Rückschnitt deiner Haselsträucher behutsam vorgehst und einige ältere Zweige stehen lässt. Als Gärtner solltest du wissen, dass dieser Käfer völlig harmlos ist und zur natürlichen Vielfalt eines lebendigen Gartens gehört.
Der Haselbock (Oberea linearis) ist für den Menschen völlig harmlos, da er weder sticht noch beißt. Er ist ein gern gesehener Gast im Naturgarten, der keine nennenswerten Schäden an Zierpflanzen verursacht. Man sollte das Tier einfach beobachten und in seinem Lebensraum an der Hasel belassen.
Der Haselbock (Oberea linearis) gehört zur Familie der Bockkäfer (Cerambycidae) innerhalb der Ordnung der Käfer (Coleoptera). Er ist in Mitteleuropa heimisch und weit verbreitet, wird aber aufgrund seiner versteckten Lebensweise und der geringen Körperbreite oft übersehen. Charakteristisch für diese Art ist der extrem schmale Habitus (äußere Erscheinungsform) und die langen, fadenförmigen Fühler. Im Vergleich zu anderen Bockkäfern ist er durch die Kombination aus schwarzer Grundfärbung und markant gelben Beinen sicher zu identifizieren.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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