Bild folgtKI-generierte IllustrationOceanodroma leucorhoa (Vieillot, 1818)
Auch bekannt als: pétrel culblanc, Wellenläufer
Vieillot, 1818
Einen Wellenläufer (Oceanodroma leucorhoa) erkennst Du sofort an seinem dunklen Federkleid, dem gegabelten Schwanz und dem leuchtend weißen Bürzelfleck (der Bereich über der Schwanzwurzel). In Deinem Garten wirst Du diesen Gast normalerweise nie antreffen, da er als Hochseebewohner fast sein gesamtes Leben fernab der Küsten auf dem Wasser verbringt. Nur nach heftigen Winterstürmen kommt es vor, dass einzelne Tiere weit in das Binnenland verdriftet werden und erschöpft auf privaten Grundstücken landen. Seine Nahrung besteht allgemein aus kleinen Meerestieren und Plankton (Kleinstlebewesen), die er geschickt im Flug von der Wasseroberfläche aufnimmt. Im Ökosystem der Ozeane übernimmt er eine wichtige Funktion als Jäger winziger Organismen. Da er kein klassischer Gartenbewohner ist, kannst Du ihn nicht durch Fütterung oder Pflanzen anlocken. Falls Du ein solches Tier im Februar entkräftet findest, setze es vorsichtig in einen belüfteten Karton und kontaktiere sofort eine Fachstation für Wildvögel. Ein naturnaher Garten dient zwar vielen heimischen Arten als Rückzugsort, bietet diesem Meeresvogel jedoch keinen dauerhaften Lebensraum. Achte darauf, das Tier nicht unnötig zu berühren, um seinen Stresspegel niedrig zu halten.
Da für diesen Meeresvogel keine spezifischen Daten für den Aufenthalt in Gärten vorliegen, entfällt eine jahreszeitliche Darstellung der Aktivität.
Der Wellenläufer ist für Menschen vollkommen harmlos und verhält sich friedfertig. Da die Art streng geschützt ist, solltest Du aufgefundene Tiere ausschließlich sichern und umgehend einer fachkundigen Wildvogelhilfe übergeben.
Der Wellenläufer (Oceanodroma leucorhoa) wird taxonomisch (systematisch) in die Familie der Sturmschwalben (Hydrobatidae) eingeordnet. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Regionen wie Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Als pelagische (auf dem offenen Meer lebende) Art verbringt er den Großteil des Jahres fernab des Festlandes. Die Fortpflanzung findet üblicherweise in Kolonien an felsigen Küstenstandorten statt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →