Bild folgtKI-generierte IllustrationOdontopodisma rubripes
An den leuchtend rot gefärbten Hinterschenkeln lässt sich Odontopodisma rubripes sofort erkennen. Diese Gebirgsschrecke fällt zudem durch ihren kräftig grünen Körper und die brachypteren (kurzflügeligen) Flügelreste auf, die nur als kleine Schuppen sichtbar sind. In deinem Garten hält sie sich bevorzugt an sonnigen Rändern mit Brombeeren (Rubus fruticosus) oder Haselnusssträuchern (Corylus avellana) auf, wo sie geschickt im Geäst klettert. Pro Jahr entwickelt sich lediglich eine Generation dieser interessanten Insekten. Die Weibchen legen ihre Eier im Spätsommer im lockeren Boden oder in markhaltigen Pflanzenstängeln ab. Im Frühjahr schlüpfen die Nymphen (Jungtiere), die sich von den Blättern heimischer Gehölze wie der Himbeere (Rubus idaeus) ernähren. Da die Tiere nicht fliegen können, sind sie auf eine dauerhafte, ungestörte Struktur in deiner Grünanlage angewiesen. Den Winter überdauert die Art in einer Diapause (Entwicklungsruhe) als Ei im Boden. Du kannst diese seltene Art fördern, indem du Hecken aus heimischen Sträuchern pflanzt und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest. Ein naturnaher Gartenabschnitt mit etwas Totholz bietet ihr den nötigen Schutz.
Völlig harmlos und ein faszinierender Gast für Naturbeobachter. Aufgrund ihrer Seltenheit und Bindung an hochwertige Lebensräume steht sie oft auf der Roten Liste (Verzeichnis gefährdeter Arten) und darf weder gefangen noch gestört werden.
Die Rotbeinige Gebirgsschrecke (Odontopodisma rubripes) gehört zur Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich in Mitteleuropa vor allem auf den südöstlichen Alpenraum, insbesondere in Österreich. Als Bewohner von Gebüschen und Saumstrukturen (Übergangsbereichen) erreicht sie eine Körperlänge von 15 bis 25 Millimetern. Charakteristisch ist der Kontrast zwischen der lebhaft grünen Körperfarbe und den namensgebenden roten Hinterbeinen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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