Bild folgtKI-generierte IllustrationOenanthe pleschanka (Lepechin, 1770)
Der Nonnensteinschmätzer (Oenanthe pleschanka) ist ein kleiner, kontrastreich schwarz-weiß gefärbter Singvogel, der durch sein ständiges Knixen mit dem Schwanz und seinen imitativen, oft kratzigen Gesang auffällt. Diese Vögel erreichen etwa die Größe eines Rotkehlchens und bevorzugen offene, trockene Geländeformen. Als reine Insektenfresser (Tiere, die sich von Wirbellosen ernähren) suchen sie vor allem am Boden nach Käfern, Ameisen und anderen Kleintieren. Ihr Nest errichten sie als Nischenbrüter (Vögel, die in geschützten Vertiefungen brüten) bevorzugt in Felsspalten, Steinhaufen oder Mauernischen alter Gebäude. Da sie Langstreckenzieher (Vögel, die über 4.000 Kilometer zwischen Brut- und Winterquartier zurücklegen) sind, verbringen sie die kalte Jahreszeit im afrikanischen oder asiatischen Raum. In Deinem Garten kannst Du diesen seltenen Gast unterstützen, indem Du Steinhaufen oder Trockenmauern anlegst, die Verstecke und potenzielle Brutplätze bieten. Ein naturnaher Garten ohne Pestizide (chemische Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen) sichert zudem die notwendige Nahrungsgrundlage. Offene Bodenstellen erleichtern den Tieren die Jagd auf Beutetiere im kurzen Ausfallflug. Da sie sehr störungsempfindlich sind, solltest Du während der Brutzeit auf Arbeiten in der Nähe ihrer Rückzugsorte verzichten.
Als heimische Vogelart ist der Nonnensteinschmätzer gesetzlich geschützt, weshalb Du seine Nester und Gelege keinesfalls berühren oder stören darfst. Aufgrund seiner Seltenheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist jede Beobachtung wertvoll, sollte aber stets aus respektvoller Distanz erfolgen. Eine Verwechslung mit anderen Steinschmätzer-Arten ist für Laien möglich.
Der Nonnensteinschmätzer (Oenanthe pleschanka) gehört zur Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südosteuropa bis nach Zentralasien, wobei er in Mitteleuropa ein seltener Brutvogel ist. Die Art besiedelt steiniges, offenes Gelände mit spärlicher Vegetation und ist eng mit dem heimischen Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) verwandt. Männchen lassen sich im Prachtkleid durch den tiefschwarzen Rücken und die weiße Kopfkappe gut von anderen Arten unterscheiden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →