Bild folgtKI-generierte IllustrationRosa omeiensis
Auch bekannt als: Stacheldrahtrose
An ihren markanten, vierzaehligen Blueten und den ungewoehnlich breiten, oft rot leuchtenden Stacheln laesst sich die Omei-Rose (Rosa omeiensis) sofort erkennen. Im Gegensatz zu fast allen anderen Rosenarten, die fuenf Bluetenblaetter besitzen, zeigt diese Schoenheit nur vier. Sie ist fuer deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie eine VAR-Mykorrhiza (eine nützliche Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, die deinen Boden gesund haelt. Durch ihren extrem dichten und wehrhaften Wuchs bietet sie zudem einen hervorragenden Schutzraum fuer heimische Gartenvögel. Wenn du eine robuste Wildrose suchst, die durch ihre Architektur aus dem Rahmen faellt, solltest du diesen Strauch in deinen Garten holen.
Spektakulaere Stacheln und seltene Vier-Blatt-Blueten fuer deinen Naturgarten.
Die oekologische Bedeutung der Omei-Rose liegt vor allem in ihrer VAR-Mykorrhiza (vesikulaer-arbuskulaere Mykorrhiza). Diese Symbiose (Zusammenleben zum gegenseitigen Vorteil) mit Bodenpilzen verbessert die Phosphoraufnahme und macht die Pflanze widerstandsfaehig gegen Trockenperioden. Da sie sehr dicht waechst, dient sie als wertvolles Vogelschutzgehoelz. Insekten nutzen die einfachen, ungefuellten Blueten als Quelle fuer Pollen, wobei spezifische Bestaeuberdaten fuer unsere Region in der Datenbank noch nicht erfasst sind. Ihre Hagebutten reifen im Spaetsommer und dienen als Nahrung fuer Beerenfresser.
Die Omei-Rose ist aufgrund ihrer extremen Bestachelung nicht kindersicher; die breiten Stacheln koennen schmerzhafte Verletzungen verursachen. Die Pflanze selbst ist ungiftig. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, da die Kombination aus vierzaehligen Blueten und den markanten Stacheln im Gartenraum einzigartig ist.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
4 m
Waehle fuer deine Omei-Rose einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlaessiger, eher magerer Erde. Die ideale Pflanzzeit ist von Maerz bis Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden offen und frostfrei ist. Da sie die VAR-Mykorrhiza (eine spezielle Form der Pilz-Wurzel-Gemeinschaft) nutzt, ist sie sehr effizient bei der Naehrstoffaufnahme und benoetigt kaum Duenger. Ein Rueckschnitt ist meist nicht erforderlich, kann aber im zeitigen Fruehjahr durchgefuehrt werden, um die Form zu korrigieren. Vermehren kannst du sie im Spaetherbst durch Steckhoelzer (holzige Zweigstuecke ohne Blaetter).
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide bevorzugen sonnige Plaetze und die Schafgarbe unterstuetzt durch ihre tiefen Wurzeln die Bodenstruktur um die Rose herum.
Die Omei-Rose (Rosa omeiensis) gehoert zur Familie der Rosengewaechse (Rosaceae) und stammt urspruenglich aus den Gebirgsregionen Westchinas. In Deutschland, Oesterreich und der Schweiz wird sie aufgrund ihrer extremen Frosthaerte geschaetzt. Einzigartig ist ihre Morphologie (Lehre von der Struktur und Form), da sie als einzige Rose regelmaessig nur vier Bluetenblaetter ausbildet. Ihre Stacheln sind oft flach verbreitert und an der Basis so breit wie die Zweige selbst, was ihr ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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