Bild folgtKI-generierte IllustrationOnthophagus coenobita (Herbst, 1783)
Herbst, 1783
Typisch fuer Onthophagus coenobita ist der metallisch-kupferne bis gruenlich-bronze schimmernde Halsschild, der sich deutlich von den hellbraunen, dunkel gefleckten Fluegeldecken (den Deckfluegeln der Kaefer) abhebt. In deinem Garten entdeckst du diesen kleinen, etwa 6 bis 10 Millimeter grossen Kaefer meist direkt am Boden, wo er als eifriger Dunggraeber eine wichtige Rolle einnimmt. Die Art ist koprophag (Kot fressend) und sorgt dafuer, dass Ausscheidungen schnell und geruchlos im Boden zersetzt werden. Anders als Bienen besuchen diese Kaefer im Fruehling keine Blueten wie den Huflattich (Tussilago farfara), sondern orientieren sich rein am Geruch organischer Stoffe. Das Weibchen legt seine Eier in unterirdische Brutkammern ab, die es zuvor muhevoll mit Dung gefuellt hat. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation, wobei die Larven unter der Erde vom eingetragenen Vorrat leben. Du kannst die Art foerdern, indem du auf chemische Entwurmungsmittel bei Haustieren verzichtest und naturnahe Flaechen mit heimischen Graesern wie dem Rot-Schwingel (Festuca rubra) zulaesst. Das Tier ueberwintert als ausgewachsener Kaefer in tieferen Erdschichten, um vor Frost geschuetzt zu sein. Ein Verzicht auf Pestizide und das Belassen von etwas Totholz unterstuetzen seinen Lebensraum nachhaltig.
Dieser Kaefer ist fuer Menschen voellig harmlos, da er weder sticht noch beisst. Er ist ein nuetzlicher Helfer bei der Bodenhygiene und sollte nicht bekaempft oder umgesiedelt werden. Eine Verwechslung mit anderen kleinen Mistkaeferarten ist moeglich, doch sind alle heimischen Vertreter dieser Gruppe nützlich und unbedenklich.
Onthophagus coenobita gehoert zur Familie der Blatthornkaefer (Scarabaeidae) innerhalb der Ordnung der Kaefer. Die Art ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Waldraender sowie extensiv genutzte Offenflaechen. Mit einer Groesse von 6 bis 10 Millimetern ist er ein kleinerer Vertreter der Mistkaefer, erkennbar an den typischen Faehlerfaechern. Biologisch zeichnet er sich durch seine Vielseitigkeit aus, da er neben Dung auch an Aas oder pilzlichen Stoffen zu finden ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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