Bild folgtKI-generierte IllustrationOphrys aestivalis
Auch bekannt als: Spiranthes vernalis
Unverwechselbar ist die Sommer-Drehähre (Ophrys aestivalis) durch ihren schraubenförmig gewundenen Blütenstand mit den kleinen, hellen Blüten. Als heimische Orchidee stellt sie eine Besonderheit in jedem Garten dar und erfordert ein gewisses gärtnerisches Fingerspitzengefühl. Obwohl für diese Art momentan keine spezifischen Bestäuberdaten wie etwa für bestimmte Wildbienen vorliegen, bereichert sie die ökologische Vielfalt deines Gartens erheblich. Du machst hier alles richtig, wenn du einer seltenen heimischen Art einen geschützten Lebensraum bietest. Ihr Erhalt in Deutschland ist ein wichtiges Ziel des botanischen Artenschutzes. Hast du in deinem Garten schon einen passenden, feuchten Platz für diese botanische Kostbarkeit reserviert?
Botanische Kostbarkeit: Die heimische Orchidee mit der eleganten Spirale.
Zur ökologischen Wirkung der Sommer-Drehähre liegen in der aktuellen Datenbasis keine spezifischen Bestäubungsdaten vor. Auch konkrete Raupenarten, die an dieser Pflanze fressen, sind derzeit nicht dokumentiert. Ebenso fehlen Daten über die Nutzung der Samen als Winternahrung für Vögel. Ohne quantitative Nektardaten lässt sich nicht genau sagen, wie viele Insektenbesuche eine einzelne Blüte versorgen kann. Der ökologische Wert dieser Art liegt daher vor allem in ihrer Seltenheit und dem Erhalt der pflanzlichen Biodiversität. Als heimische Orchidee ist sie Teil eines hochspezialisierten Ökosystems in Deutschland. Mit der Ansiedlung stärkst du gezielt die Bestände einer Pflanze, die in der freien Natur immer seltener anzutreffen ist.
Nach den vorliegenden Daten ist die Sommer-Drehähre nicht kindersicher. Du solltest sie daher außerhalb der Reichweite von Kleinkindern pflanzen, um einen versehentlichen Verzehr oder Kontakt zu verhindern. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht bei genauer Betrachtung der typischen Spiralform der Blütenstände kaum.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Da keine spezifischen Ellenberg-Werte vorliegen, beschreibe ich den Standort basierend auf den natürlichen Bedürfnissen dieser Art. Die Pflanze benötigt einen vollsonnigen Platz, an dem sie ungestört wachsen kann. Der Boden sollte kalkreich und sehr nährstoffarm sein, um den Ansprüchen dieser Orchidee gerecht zu werden. Achte darauf, dass der Untergrund eine gleichmäßige Feuchtigkeit aufweist, aber keine Staunässe (Wasserstau im Boden) bildet. Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai. Alternativ kannst du sie im Herbst von September bis Ende November setzen, solange der Boden offen ist. Auf Dünger musst du komplett verzichten, da dies die empfindlichen Wurzeln schädigen würde. Da die Vermehrung sehr komplex ist, empfehle ich, nur kräftige Pflanzen aus zertifizierten Fachgärtnereien zu beziehen. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze nach der Blüte einfach in Ruhe einziehen, damit sie Kraft für das nächste Jahr sammeln kann. Gute Partnerin: Das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) – beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte, kalkreiche Magerstandorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Sommer-Drehähre (Ophrys aestivalis) ist eine ausdauernde Erdorchidee aus der Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und gehört zur Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Teile Deutschlands, wo sie bevorzugt in kalkreichen Flachmooren und auf nassen Magerwiesen (nährstoffarme Grasflächen) wächst. Ein charakteristisches Merkmal ist der schraubig gedrehte Blütenstand, an dem die kleinen Blüten in einer dichten Reihe angeordnet sind. Als typischer Geophyt (Pflanze, die ungünstige Jahreszeiten unter der Erde überdauert) zieht sie sich nach der Vegetationsperiode komplett in ihre Wurzelknollen zurück.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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