Bild folgtKI-generierte IllustrationOphrys bertolonii
Auch bekannt als: Bertolonis Ragwurz
Schon von weitem fällt Bertolonis Ragwurz (Ophrys bertolonii) durch ihre samtig-dunkle Lippe auf, die in der Mitte ein glänzendes, bläuliches Mal besitzt. Da sie sehr spezialisierte Ansprüche hat, zeigt ihr Gedeihen, dass dein Garten ein intaktes Ökosystem ist. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten für diese Art in der Region noch erhoben werden, ist sie ein wichtiger Baustein für den Erhalt seltener Flora. Mit dieser Pflanze holst du dir echte Wildnis-Ästhetik direkt vor die Terrasse.
Österreichs seltener Gartenschatz: Die Orchidee mit dem blauen Spiegelmal.
Als heimische Orchidee Österreichs ist diese Art ein wertvoller Bestandteil der regionalen Flora. Da für diese spezifische Art keine Beziehungsdaten in der Datenbank vorliegen, liegt ihr ökologischer Wert vor allem in ihrer Seltenheit und Spezialisierung auf karge Standorte. Ihr Vorkommen fördert die Vernetzung von schützenswerten Biotopen auf Kalkböden. Da sie keine nahrhaften Früchte oder Samen für Vögel produziert, ist sie rein auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Ihr Erhalt stützt zudem die Lebensgemeinschaft mit spezifischen Bodenpilzen, die für Orchideen lebensnotwendig sind.
Achtung, die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Sie sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit bekannten giftigen Arten in unseren Gärten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.17 m
Die Bertolonis Ragwurz (Ophrys bertolonii) benötigt einen vollsonnigen, warmen Platz im Garten.
Der Boden sollte kalkhaltig, eher trocken und vor allem nährstoffarm sein.
Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) verträgt sie gar nicht, da die Knollen sonst Schaden nehmen.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Ein Winterschutz aus etwas Reisig ist in kühleren Lagen der Alpenregion empfehlenswert.
Da sie laut Datenlage nicht als kindersicher gilt, wähle einen Standort außerhalb der Reichweite kleiner Entdecker.
Vermeide jegliche Düngung, da die Pflanze an extrem magere Verhältnisse angepasst ist.
Eine Vermehrung durch Teilung ist nicht möglich; lass die Pflanze am besten über Jahre ungestört wachsen.
Gute Partnerin: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) – beide teilen das Bedürfnis nach trockenen, mageren Standorten.
Diese Kombination entspricht einer natürlichen Wiesengesellschaft, wie sie auf Kalkmagerrasen vorkommt.
Die Bertolonis Ragwurz (Ophrys bertolonii) ist eine charakteristische Orchideenart, die in Österreich heimisch ist. Sie besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Gebüsche auf kalkhaltigem Untergrund. Typisch für diese Art ist die Form der Täuschblume, deren Lippe Insekten optisch zur Paarung anlockt. Als Geophyt (Pflanze, die ungünstige Zeiten in Speicherorganen unter der Erde überdauert) zieht sie sich nach der Blüte komplett in ihre Knollen zurück.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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