Bild folgtKI-generierte IllustrationOphrys spiralis
Auch bekannt als: Ophrys spiralis
Wer die Drehwurz (Ophrys spiralis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrem schraubenförmig gedrehten Blütenstand, an dem winzige, weiße Blüten wie auf einer Wendeltreppe emporsteigen, ist sie eine echte Rarität im Garten. Da sie erst sehr spät im Jahr ihre volle Pracht entfaltet, bereichert sie dein grünes Refugium in einer Zeit, in der die meisten anderen Wildpflanzen bereits verblüht sind. Die Pflanze ist ein Anzeiger für einen sehr gesunden, nährstoffarmen Boden und fördert die Vielfalt spezialisierter Lebensgemeinschaften. Wenn du einen sonnigen, mageren Rasenplatz hast, kannst du mit dieser kleinen Orchidee einen wertvollen Beitrag zum regionalen Artenschutz leisten.
Späte Orchideen-Magie: Die weiße Wendeltreppe für deinen Magerrasen.
Als spätblühende Orchidee übernimmt die Drehwurz eine wichtige Funktion im herbstlichen Ökosystem, da sie eine Nahrungsquelle bietet, wenn das allgemeine Blütenangebot bereits schwindet. Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu einzelnen Insektenarten vorliegen, ist ihre Bedeutung vor allem als Teil der hochspezialisierten Lebensgemeinschaft auf Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) zu werten. Ihr Vorkommen ist ein Zeichen für einen ökologisch intakten Boden, der nicht durch Überdüngung belastet ist. Die Pflanze trägt dazu bei, die floristische Vielfalt in deutschen Gärten und Landschaften zu erhalten. Durch ihre späte Blütezeit im August und September unterstützt sie die verbleibende Insektenfauna der Saison.
Die Drehwurz ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Da sie als heimische Orchidee zudem unter strengem Naturschutz steht, sollte sie im Garten als reine Zierpflanze betrachtet und nicht verzehrt werden. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle für die Drehwurz einen vollsonnigen Platz auf einem sehr nährstoffarmen Untergrund. * Der Boden sollte gut durchlässig und eher kalkreich sein, da sie keine Staunässe (Wasserstau im Boden) verträgt. * Da in den Daten keine spezifischen Feuchtewerte vorliegen, empfehle ich einen mäßig trockenen Standort. * Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern kein Frost herrscht. * Verzichte unbedingt auf jeglichen Dünger, da dieser die empfindliche Orchidee und ihre lebensnotwendigen Bodenpilze schädigen würde. * Mähe die Fläche erst im späten Herbst, damit die Pflanze ihre Samen kontrolliert ausstreuen kann. * Da die Drehwurz sehr konkurrenzschwach ist, sollte das umgebende Gras regelmäßig kurz gehalten werden, um Lichtlücken zu schaffen. * Gute Partnerin: Das Zittergras (Briza media) – beide Arten teilen die Vorliebe für magere Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend in einer natürlichen Wiesengemeinschaft.
Die Drehwurz gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sie ist in Deutschland heimisch und besiedelt bevorzugt Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) sowie Halbtrockenrasen. Ein charakteristisches Merkmal ist die namensgebende spiralige Anordnung der Einzelblüten am Stängel, die oft erst im Spätsommer erscheint. Die Pflanze bildet zudem eine grundständige Blattrosette aus, die meist neben dem blühenden Trieb oder erst nach der Blüte für das Folgejahr sichtbar wird.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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