Bild folgtKI-generierte IllustrationOrthothecium lapponicum
Auch bekannt als: Animalia, Metazoa, Tiere
Das Lappland-Glanzmoos (Orthothecium lapponicum) erkennt man an seinem feinen Wuchs und dem oft seidigen Glanz, der typisch für viele Vertreter seiner Moosfamilie ist. In Deinem Garten wirst Du dieses Lebewesen vermutlich nur an sehr speziellen, kühlen und meist kalkhaltigen Stellen entdecken können. Es gehört zur Familie der Plagiotheciaceae (Schiefbüchsenmoose), die sich durch eine kriechende oder aufsteigende Wuchsform auszeichnen. Die Ernährung erfolgt autotroph (selbsternährend), was bedeutet, dass das Moos mithilfe von Sonnenlicht und Chlorophyll eigene Energie aus Kohlendioxid und Wasser gewinnt. Es fungiert in Deinem Garten als winziger Wasserspeicher und verbessert durch die Verdunstung das Mikroklima (lokales Klima in Bodennähe). Zudem bietet es Kleinstlebewesen wie Milben oder Springschwänzen einen geschützten Lebensraum. Als Gärtner kannst Du dieses Moos unterstützen, indem Du schattige Steinpartien oder Fugen ungestört lässt. Vermeide an diesen Stellen den Einsatz von chemischen Mitteln, da Moose sehr empfindlich auf Umweltgifte reagieren. Ein feuchter, kalkreicher Standort ist die beste Voraussetzung für ein gesundes Wachstum dieser spezialisierten Art.
Diese Moosart ist für Menschen, Haustiere und andere Gartenbewohner absolut harmlos. Da es sich um eine spezialisierte und eher seltene Art handelt, sollte sie an ihrem Fundort belassen und nicht gepflückt werden.
Orthothecium lapponicum ist eine Moosart aus der Gattung Orthothecium innerhalb der Familie der Plagiotheciaceae. Die Verbreitung konzentriert sich auf nördliche Breiten und alpine Regionen, wo kalkreiches Gestein vorkommt. Es besiedelt als spezialisierter Epilith (auf Gestein wachsend) vor allem feuchte Felsspalten und schattige Nischen in montanen Lagen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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