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Orthotrichum cupulatum
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Auch bekannt als: Orthotrichum cupulatum
Du erkennst das Becher-Kiefernmose (Orthotrichum cupulatum) an seinen dichten, dunkelgrünen bis schwärzlichen Polstern, in denen die becherförmigen Kapseln fast versteckt zwischen den Blättchen sitzen. Dieses Moos ist ein wertvoller Spezialist für Kalksteine und Betonoberflächen, der selbst extreme Trockenheit überdauert. Es dient als wichtiger Kleinstlebensraum für spezialisierte Wirbellose wie Bärtierchen (Tardigrada) und reguliert das Mikroklima auf harten Oberflächen. Für deinen Garten bedeutet es eine natürliche Patina auf Mauern, die ohne dein Zutun zur Artenvielfalt beiträgt. Schau doch im Februar mal genauer auf deine Gartenmauer, ob du die winzigen Becher schon entdecken kannst.
Ein winziger Wasserspeicher und Pionier für deine Kalksteinmauer.
Obwohl für dieses Moos keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, erfüllt es eine fundamentale Rolle im Ökosystem des Gartens. Die dichten Polster bieten Schutz und Lebensraum für winzige Gliedertiere wie Springschwänze (Collembola), die eine wichtige Basis in der Nahrungskette bilden. Vögel, wie beispielsweise der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes), nutzen die weichen Polster gerne als Polstermaterial für den Nestbau. Darüber hinaus fungiert das Moos als biologischer Wasserspeicher, der Regenwasser aufnimmt und langsam wieder an die Umgebung abgibt. Durch die Besiedlung von Steinflächen schützt es diese vor Erosion und trägt zur Humusbildung bei.
Das Becher-Kiefernmose ist laut Datenbank nicht kindersicher. Auch wenn Moos keine klassischen Gifte enthält, können die Polster Partikel aus der Umwelt anreichern oder bei empfindlichen Personen Hautreizungen hervorrufen. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit bekannten giftigen Pflanzenarten der Region.
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Dieses Moos gehört zur Familie der Borstenmoosgewächse (Orthotrichaceae) und ist in Österreich heimisch. Es wächst epilithisch (auf Stein lebend), wobei es bevorzugt kalkhaltige Untergründe oder betonierte Strukturen besiedelt. Morphologisch zeichnet es sich durch seine aufrechten, kurzen Stämmchen und die namensgebenden, becherartigen Sporenkapseln aus, die im reifen Zustand deutlich sichtbar werden. Als Pionierpflanze besiedelt es offene Steinflächen und leitet dort die Sukzession (natürliche Abfolge von Pflanzengesellschaften) ein.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.