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Orthotrichum diaphanum
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Auch bekannt als: Hauchdünnes Goldhaarmoos, Orthotrichum diaphanum
An den feinen, gläsernen Haarspitzen an den Blattenden lässt sich das Weißhaarige Goldhaarmoos (Orthotrichum diaphanum) sofort erkennen. Dieses winzige Moos ist ein Pionier im Siedlungsraum und besiedelt Orte, die für andere Pflanzen zu karg sind, wie Mauerkronen oder raue Baumrinden. Für deinen Naturgarten ist es wertvoll, da es selbst bei Frost aktiv bleibt und Feuchtigkeit speichert, was das Kleinklima reguliert. Es dient als wichtiger Lebensraum für mikroskopisch kleine Lebewesen wie Bärtierchen, die in den feuchten Polstern überdauern. Schau doch mal genauer auf deine Gartenmauer – vielleicht entdeckst du dort schon diesen kleinen Überlebenskünstler.
Der gläserne Überlebenskünstler: Bringt im Winter Leben auf Stein und Rinde.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen übernimmt das Moos eine wichtige Funktion als Wasserspeicher im Garten. Da keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, liegt sein Hauptwert im Schutz des Kleinklimas und als Rückzugsort für Kleinstlebewesen. Die dichten Polster bieten Schutz vor Austrocknung für Organismen, die am Anfang der Nahrungskette stehen. In den Wintermonaten dient es als grüne Oase, wenn die meisten anderen Pflanzen ruhen. Es trägt so zur Stabilisierung des ökologischen Gleichgewichts auf kleinstem Raum bei, indem es kahle Oberflächen in lebendige Biotope verwandelt.
Nach den vorliegenden Daten ist das Weißhaarige Goldhaarmoos als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn Moose selten stark giftig sind, solltest du darauf achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslung mit hochgiftigen Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen Wuchsform auf Stein und Rinde kaum.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Das Weißhaarige Goldhaarmoos ist äußerst anspruchslos und siedelt sich oft von selbst an, wenn die Bedingungen stimmen.
Das Weißhaarige Goldhaarmoos gehört zur Gruppe der Laubmoose und ist in Österreich heimisch. Es wächst in kleinen, bis zu einem Zentimeter hohen Polstern, die oft grau-grün schimmern. Typisch für diese Art ist der epiphytische (auf anderen Pflanzen wachsend) oder epilithische (auf Stein wachsend) Lebensraum. Besonders auffällig sind die im Frühjahr erscheinenden Kapseln, in denen die Sporen für die Vermehrung reifen. Es gilt als nitrophil (stickstoffliebend), weshalb es sich im Umfeld von Siedlungen besonders wohlfühlt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 05.02.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.