Bild folgtKI-generierte IllustrationOstearius melanopygius (O.Pickard-Cambridge, 1880)
Der Schwarzhintern (Ostearius melanopygius) ist eine winzige Spinne, die du an ihrem markanten schwarzen Fleck am Ende des rötlich-gelben Hinterleibs identifizieren kannst. In deinem Garten baut sie bevorzugt kleine Baldachinnetze (waagerechte Fangteppiche), die oft dicht über dem Boden in der Krautschicht (niedrige Vegetation) gespannt sind. Diese Jagdstrategie ist äußerst effektiv, um Insekten zu fangen, die in das Netz stürzen. Als nützlicher Räuber vertilgt sie zahlreiche Mücken und Blattläuse und hilft dir so bei der biologischen Schädlingskontrolle. Du kannst sie unterstützen, indem du Bodenstrukturen wie Falllaub oder Mulchschichten ungestört lässt. Solche naturnahen Ecken dienen ihr als Rückzugsort und Jagdrevier. Das Belassen von Pflanzenresten schützt diese heimische Art besonders in der kalten Jahreszeit. Wenn du ihre Netze im Beet entdeckst, lass sie am besten unversehrt, damit sie ihre Arbeit als kleine Gartenpolizei verrichten kann.
Diese kleine Spinne ist für den Menschen völlig harmlos und kann die menschliche Haut mit ihren Kieferklauen (Beißwerkzeugen) nicht durchdringen. Aufgrund ihrer geringen Größe und der versteckten Lebensweise am Boden besteht keinerlei Gefahr für dich oder deine Haustiere.
Der Schwarzhintern (Ostearius melanopygius) gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und innerhalb dieser zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Diese Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und weit verbreitet. Mit einer Körperlänge von meist nur zwei bis drei Millimetern zählt sie zu den kleineren Spinnenarten unserer Breiten. Sie bewohnt bevorzugt die bodennahe Krautschicht und ist oft in Gärten sowie landwirtschaftlich genutzten Flächen zu finden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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