Bild folgtKI-generierte IllustrationOtiorhynchus gemmatus (Scopoli, 1763)
Typisch für den Hellgefleckten Dickmaulrüßler ist sein etwa 10 bis 14 Millimeter langer, tiefschwarzer Körper, der mit zahlreichen, hellgelben bis goldfarbenen Schuppenflecken übersät ist. Du wirst diesen Käfer tagsüber selten sehen, da er nachtaktiv (während der Dunkelheit tätig) ist und sich bei Licht in der Laubschicht oder unter Steinen verbirgt. Als flugunfähiges Insekt, dessen Elytren (Flügeldecken) fest verwachsen sind, bewegt er sich ausschließlich laufend fort. Pro Jahr entwickelt sich meist eine Generation, wobei die Weibchen ihre Eier einzeln in die lockere Erde in der Nähe von Wirtspflanzen ablegen. Im Frühjahr und Sommer fressen die erwachsenen Käfer an heimischen Gewächsen wie dem Alpendost (Adenostyles) oder der Pestwurz (Petasites), was du an den charakteristischen halbkreisförmigen Fraßspuren an den Blatträndern erkennst. Die Larven leben verborgen im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln, bevor sie sich dort auch verpuppen. Zur Überwinterung verfällt das Tier als Imago (erwachsenes Insekt) oder als Larve in eine Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge) tief im Erdboden oder unter Moospolstern. Du kannst die Art in deinem Garten fördern, indem du auf chemische Mittel verzichtest und strukturreiche Ecken mit heimischen Stauden und Totholz anlegst, die Versteckmöglichkeiten bieten.
Dieser Käfer ist für dich völlig harmlos; er kann weder stechen noch beißen. Es handelt sich um ein natürliches Element unserer heimischen Fauna, das im Garten meist keinen nennenswerten Schaden anrichtet und daher als interessanter Mitbewohner gesehen werden darf.
Der Hellgefleckte Dickmaulrüßler gehört zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) innerhalb der Ordnung der Käfer. Er ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien heimisch und bevorzugt oft höhere Lagen oder kühle, feuchte Standorte in Wäldern und Gärten. Kennzeichnend für Laien ist der rüsselartig verlängerte Kopf und die auffällige, punktförmige helle Beschuppung auf der dunklen Oberseite. Im Gegensatz zu anderen Gattungsvertretern ist diese Art durch die charakteristische Fleckung meist gut im Feld anzusprechen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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